Tarifverhandlungen zwischen Goodyear und USW starten im Juni

Nach Informationen des US-amerikanischen Akron Beacon Journal werden die Goodyear Tire & Rubber Co. und die Gewerkschaft USW (United Steelworkers) Anfang Juni ihre Tarifverhandlungen für die Mitarbeiter in den nordamerikanischen Werken des Reifenherstellers aufnehmen. „Die Verhandlungen sind natürlich sehr wichtig für uns, denn wie brauchen produktivere und damit wettbewerbsfähigere US-Standorte“, werden die Worte von Goodyear-Chairman und -CEO in einem entsprechenden Bericht wiedergegeben. Denn trotz der mittlerweile wieder besseren Kennzahlen des Unternehmens als noch vor drei Jahren, wo der derzeit noch gültige und zum 22. Juli auslaufende Tarifvertrag unterzeichnet wurde, habe der Reifenhersteller in der Vergangenheit immer wieder Kostenreduzierungen angemahnt und dabei auch die Schließung von Werken mit zu hohen Kosten nicht ausgeschlossen.

Vor diesem Hintergrund will die Gewerkschaft dem Bericht zufolge vor allem dem Thema Arbeitsplatzsicherheit für die von ihr vertretenen rund 13.000 Arbeitnehmer breiten Raum einräumen. Daher hat man beispielsweise das Outsourcing bestimmter Tätigkeiten ebenso im Visier wie den Schutz der Mitarbeiter für den Fall, dass ein Werk verkauft wird. Außerdem will die Gewerkschaft die Zahl der geleisteten Überstunden reduzieren und in den Verhandlungen darauf drängen, dass das Unternehmen Investitionen in seine Werke zusichert. Goodyear – so die Meinung von Ron Hoover, Executive Vice President und Verhandlungsführer der USW – befinde sich mittlerweile auf „einem guten Erholungskurs“, sodass der Handlungsspielraum diesmal nicht so eingeschränkt sei wie 2003.

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