Kooperation von Alufelgenherstellern in Russland

Der französische Automobilzulieferer Montupet hat einen Kooperationsvertrag mit dem russischen Alugussräderproduzenten K&K aus Krasnojarsk (Sibirien) unterschrieben. Ziel dieser Kooperation ist in erster Linie die Entwicklung und die Produktion in Krasnojarsk von Leichtmetallrädern für das Billigauto Logan, das bei Avtoframos in Moskau hergestellt wird.

Dadurch wird künftig Avtoframos – ein Jointventure von Renault mit der Stadt Moskau – die Räder und die Reifen in Russland direkt kaufen und nicht mehr als Komplettradsätze importieren. Renault hat erst vor wenigen Tagen bekannt gegeben, die Produktion des Logan in Russland bis zum Jahre 2010 auf 120.000 Einheiten jährlich erhöhen zu wollen.

Während Montupet ca. drei Millionen Räder im Jahr herstellt und diese zu hundert Prozent in die Erstausrüstung liefert, produziert K&K jährlich etwa 1,5 Millionen Aluminiumgussräder, davon ca. 40 Prozent für die Erstausrüstung (u. a. für die Wolga- und Gorky-Autowerke). Ersatzmarkträder werden unter den Namen „K&K“ und „Rapid“ in Russland und Osteuropa vermarktet.

Der russische Aluminiumgussräderhersteller hat Ende 2005 in eine neue Lackieranlage investiert und sich dabei für den international führenden Anbieter Eisenmann entschieden, hergestellt werden die Räder im Niederdruckgussverfahren. Die Firma K&K Leichtmetallräder geht auf ein deutsch-russisches Jointventure aus dem Jahre 1991 zurück, die Produktion mit aus Deutschland angelieferten Kokillen – so für Mercedes-Räder – wurde ein Jahr später aufgenommen. Derzeit liegt das Produktionsspektrum zwischen 12 und 20 Zoll, umfasst rund 40 Designs und 300 Größen. Seit 1998 fungiert K&K auch als Einzelhändler von Reifen und Rädern mit fünf Betrieben in der Stadt Krasnojarsk (917.000 Einwohner) selbst und drei weiteren in der Region.

Die jetzt eingegangene Kooperation erfolgt vor dem Hintergrund, dass einerseits beide Wettbewerber ihre jeweiligen Marktanteile in Europa erhöhen wollen. Andererseits wollen sie sich den aktuellen Markttendenzen – womit insbesondere der Preisdruck gemeint ist – besser anpassen.

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