Stagnierende Erträge bei guter Beschäftigungslage

Nachdem bereits im Dezember die Umsatzzahlen des Detailhandel stiegen, setzte sich der Trend nach neuesten Erhebungen auch im Januar mit nochmals einer Zunahme von 2,8 Prozent fort. Noch wenig von dieser neuen Lust auf Konsum bekamen die Garagenbetriebe in der Schweiz zu spüren. Beispielsweise wurden im Januar weniger Fahrzeuge in Verkehr gesetzt als im Vergleichsmonat 2005. Erfahrungsgemäß zeigen sich die Wintermonate im Garagengewerbe und ihren Zulieferfirmen ebenso kühl wie das Wetter. Ebenso klar ist, dass sich ein steigendes Konsumverhalten der Bevölkerung erst in zweiter Linie auch auf die gesamte Automobilbranche auswirkt, heißt es in einer Veröffentlichung des Verbands SAA (Swiss Automotive Aftermarket).

Die Beschäftigungslage der im SAA zusammengeschlossenen Unternehmen erholt sich seit letztem Jahr langsam aber kontinuierlich. Für 61 Prozent der Befragten ist sie zurzeit gut (im Vorquartal 56 %), für 33 Prozent (Vorquartal 38 %) befriedigend und für sechs Prozent schlecht. Nicht so rosig sehen die Umsätze aus: Für 42 Prozent sind sie gut, im letzten Quartal 2005 waren es 47 Prozent, für 48 Prozent sind die Umsatzzahlen befriedigend (44 %) und für sechs Prozent schlecht (9 %). Gesamthaft gesehen ergibt sich daraus für die momentane Situation ein stagnierendes Bild. Verhalten optimistisch sieht man auch der näheren Zukunft entgegen.

Vom anstehenden Frühling und Frühsommer erhoffen sich die SAA-Mitglieder zwar keine Wunder, aber immerhin eine Verbesserung der Situation. So glauben 21 Prozent der Befragten wie im Vorquartal an eine bessere Ertragslage, 64 Prozent an eine gleich bleibende (59 %) und 15 Prozent an eine schlechtere (21 %). Einen größeren Umsatz erwarten 52 Prozent (47 %), einen gleich bleibenden 39 Prozent (44 %) und einen abnehmenden neun Prozent. Entscheidend für Ertragslage und Umsatz sind die Kosten, einerseits für Material, anderseits im Personalbereich. Im Materialbereich erwarten 61 Prozent (56 %) steigende Kosten und 39 Prozent (41 %) gleich bleibende. Dass die Kosten im Materialbereich sinken könnten, daran glaubt niemand. Anders im Personalbereich; hier scheint der Kostentrend überwunden zu sein: 30 Prozent (56 %) erwarten steigende Kosten, 67 Prozent (44 %) gleich bleibende und drei Prozent gar sinkende. Diese letzten Zahlen korrespondieren mit dem Personalbestand, denn neun Prozent werden weniger Personal beschäftigen, 73 Prozent (79 %) gleich viel wie bisher und 18 Prozent (21 %) erwarten einen höheren Personalbestand. Die Beschäftigungslage erwarten 18 Prozent (18 %) als besser, 79 Prozent (76 %) als gleich bleibend und drei Prozent als schlechter.

Die zweite Auflage der nationalen Fachmesse für Nutzfahrzeuge, Auto- und Werkstatt-Technik vom 15. bis 18. Juni 2006 auf dem Gelände der BEA-Bern Expo verspricht noch wesentlich größer und gewichtiger zu werden. Waren an der ersten Fachmesse 2004 rund 130 Ausstellende zu verzeichnen, liegen jetzt bereits 240 Anmeldungen vor. Neu bei der suissetransport 2006 vertreten sind die Nutzfahrzeugimporteure der Marken DAF, Iveco, MAN, Mercedes-Benz, Scania und Volvo. Der SAA Swiss Automotive Aftermarket ist Patronatspartner der Messe.

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