GDHS-Discounter legen kräftig zu

Quick expandiert weiter. Zurzeit verhandelt die Discount-Gruppe der Goodyear Dunlop Handelssysteme (GDHS) an zwölf neuen Standorten. Acht bis zehn neue Betriebe werden die Discounter in diesem Jahr noch ergänzen, ist sich Peter Wegener, Leiter Quick Reifendiscount, sicher. Denn allein die Umsatzentwicklung auf Basis der bereinigten Zahlen dürfte für viele noch Unentschlossene Signalwirkung haben.

Die Quick-Gruppe konnte im Sommerreifen-Geschäft den Umsatz um 15 Prozent steigern – und zwar gegen den Markt. Ansehnliche Erfolge hatte Quick auch in der kalten Jahreszeit: Hier ist der Markt um 7,3 Prozent gewachsen, während der Quick Reifendiscount um 24 Prozent zugelegt hat. Im Consumer-Markt mit Leicht-Lkw-, Pkw- und Off-Road-Fahrzeugen (Markt + 0,9 Prozent) konnte ein Plus von 13,3 Prozent verzeichnet werden.

„Dieses Ergebnis ist phänomenal. Es gibt keine andere Gruppe, die solch ein Wachstum verzeichnen kann. Bei den Kosten liegen wir absolut im Plan, so dass die Ergebnissituation insgesamt sehr positiv ist“, lobte Peter Wegener die Performance der Quick-Partner. Der Rückblick auf 2005 zeigt indes: Der Markt scheint sich zu verändern. Erstmals wurden im vergangenen Jahr genauso viel Reifen im Winter abgesetzt wie im Sommer, wobei das Winterreifengeschäft noch deutlich wachsen werde aufgrund der neuen Winterreifenverordnung. Wegener: „Es wird massive Aufklärungskampagnen geben, die sich auf das Winterreifengeschäft in 2006 auswirken werden.“

Die klassische Saisonkurve im Reifenfachhandel zeigt im Mehrjahresverlauf, dass diese Unternehmen in den letzten drei Monaten eines Jahres 34 Prozent ihres Umsatzes machen. Quick hat im vergangenen Jahr in den Wintermonaten 44,2 Prozent Umsatz generiert. „Mit anderen Worten: Wir machen in den Wintermonaten schon rund 25 Prozent mehr Umsatz als der Fachhandel“, sagt Peter Wegener, „und der Druck in diesen fraglichen Monaten wird weiter zunehmen.“ Der Blick auf die Planung der Partner zeige, so Wegener weiter, dass schon zwei Prozent mehr Umsatz in diesem Jahr zu einer Zerreißprobe führen könnten. Es gehe also darum, das Wintergeschäft zu entzerren. „Wir werden diesen Prozess seitens der Systemzentrale mit den geeigneten Konzepten begleiten“, erklärte Wegener.

Quick-Partner nutzen gemeinsamen Warenbestand

Neben den Marktzahlen und den strategischen Optionen für 2006 standen zahlreiche Fachvorträge im Fokus der Veranstaltung. Unter anderem ging es um den neuen Quick Online-Shop, das Preis-Analyse-Tool der GDHS, ein neues Konzept zum Mystery Shopping und nicht zuletzt um das Thema Finanzierungskonzepte im Umfeld von Basel II.

In der IT profitieren Quick-Partner ab sofort von der so genannten „Schatzkiste“. Dahinter verbirgt sich eine Art Tauschbörse. Die Idee: Wünscht ein Kunde eine bestimmte Dimension, die gerade weder vorrätig noch lieferbar ist, so hat der Quick-Partner die Möglichkeit, via Internet innerhalb der Gruppe eine Suchanfrage abzusetzen, so dass der Kunde schnell befriedigt werden kann.

Die Schatzkiste ist aber nicht das einzige Novum, mit dem der Quick Reifendiscount seinen eCommerce voran treibt. Das Highlight soll der neue Online-Shop sein. Um das stationäre Geschäft nicht unnötig zu belasten, wurden die mit dem Online-Shop verbundenen administrativen Prozesse vereinfacht und zum Teil an die Systemzentrale ausgegliedert. Die Abrechnung erfolgt zentral via Kreditkarte und Vorkasse. Die Lieferung der bestellten Reifen erfolgt automatisch an den Quick-Partner. Die über den Online-Shop anfallenden Erlöse werden den Partnern gutgeschrieben.

GDHS-PAT

Das GDHS-PAT, ein Instrument zur Analyse der Wettbewerbspreise, seinerzeit von Quick aus der Taufe gehoben, steht jetzt in der dritten Saison. Marco Drouvé vom Pricing-Team präsentierte Ergebnisse der Winterrecherche 2005. Erstmals haben daran auch HMI-Partner teilgenommen. Insgesamt wurden per Telefon rund 63.000 Reifenpreise und 5.200 Servicepreise erfasst. Ebenfalls zum ersten Mal wurde während der Winterrecherche auch die Qualität der Verkäufer bewertet. Zudem hat das Pricing-Team das gesamte Analyse-System auf Webservices umgestellt, so dass die Abwicklung ab sofort auch komplett im Internet möglich ist. So konnten auch Zwischenberichte bereits in der Frühphase der Recherche abgerufen sowie Erfassungs- und Kommunikationszeiten deutlich gesenkt werden. Ein weiteres erfreuliches Ergebnis der Umstellung: Die Erfassungskosten konnte das Pricing-Team um zehn Prozent senken.

Mystery Shopping

Mystery Shopping ist eine Methode zur objektiven, kundenorientierten Qualitätsmessung und hält ab diesem Jahr auch Einzug in die Quick-Gruppe. Durch den Einsatz speziell ausgewählter und geschulter Testpersonen (Mystery Shopper), die anonym als „normale“ Kunden Kaufsituationen simulieren, können Antworten auf Fragen zur Servicequalität eines Unternehmens gefunden werden. Die Gründe, dieses Instrument einzusetzen, erläuterte Quick-Chef Peter Wegener: „Es geht dabei um die weitere Verbesserung ihrer unternehmerischen Leistungsfähigkeit, darum, einen Wettbewerbsvorsprung zu erzielen. Die Ergebnisse aus den Mystery Shoppings tragen darüber hinaus zu einem einheitlichen Gruppen-Standard bei, der den Quick Reifendiscount von seinen Wettbewerbern abheben wird.“ In die Tests wird das Erscheinungsbild des Betriebes ebenso einfließen wie die Beratungskompetenz, das Angebotsverhalten, Kundenbindungsmaßnahmen, Zusatzverkäufe und die Freundlichkeit des Personals.

Bei Bankgesprächen zählt gute Vorbereitung

„Sprechen Sie die Sprache der Banker!“ Das war die deutliche Botschaft des Unternehmensberaters Andreas Krämer. Er informierte die Quick-Partner über alternative Finanzierungskonzepte und brachte das Einmaleins der Betriebswirtschaft in Erinnerung. Zum Thema „Bankgespräche“ hob Krämer die große Bedeutung der kontinuierlichen Kommunikation mit den Kapitalgebern hervor, darunter vor allem das Quartalsreporting. Krämer: „Mit dem Management-Informationssystem der GDHS haben Sie nur minimalen Aufwand, Ihren Banken vernünftige Übersichten vorzulegen, aber den größten Nutzen, wenn Sie deutlich machen, dass Sie ihr Geschäft verstehen.“

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