Studie über Löhne und Gehälter im Reifenfachhandel

Nach Aussagen des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) machen die Personalkosten im Reifenfachhandel und -handwerk mit rund einem Fünftel des Umsatzes den größten Kostenblock aus. Dabei werde zudem eine Zunahme dieses Anteils beobachtet. „Im Jahr 1991 entsprachen die Personalkosten bei einem Gesamtkostenanteil von 28,7 Prozent noch durchschnittlich 17 Prozent des Umsatzes der Branche; bis zum Jahr 2004 stieg die Gesamtkostenbelastung auf 36,2 Prozent, gleichzeitig machten die Personalkosten allein rund 20 Prozent des Umsatzes aus“, so der Branchenverband. Da die Umsatzentwicklung in der Branche in den letzten Jahren eher verhalten gewesen sei und man aufgrund hoher Sättigungsquoten im Reifenersatzgeschäft auch für die nahe Zukunft keine nennenswerten Wachstumschancen erwarte, hat der Reifenhandel nach Meinung des BRV allen Grund, ein Kostenmanagement mit höchstmöglicher Effizienz zu betreiben, wobei die Personalkosten aufgrund ihres hohen Anteils an den Gesamtkosten im Vordergrund stehen sollten.

Damit – so Peter Hülzer – sei nicht gemeint, dass Reifenfachhandel bzw. -handwerk nun radikal Arbeitsplätze abbauen sollten. „Es kommt vielmehr darauf an, die Vergütungssysteme so zu gestalten, dass die Kosten für den ‚Produktionsfaktor Arbeit’ grundsätzlich der Ertragslage angepasst sind und gegebenenfalls auch gesenkt werden können, ohne allerdings die für den Fachhandel so unverzichtbare Servicequalität zu gefährden“, meint der geschäftsführende Vorsitzende des BRV. Deshalb will der Verband Hilfestellung bei dieser Aufgabe in Form einer aktuellen Lohn- und Gehaltsstrukturanalyse geben, welche die von MMS GmbH aus Bad König bis zum Mai dieses Jahres erstellen soll. Die Ergebnisse der Studie sollen nicht nur Transparenz in den größten Kostenblock der Branche bringen, sondern zugleich zur Beurteilung der Vergütungen im Wettbewerbsvergleich, als Orientierung für Bewerbungsgespräche und bei der Personalauswahl, der Information über leistungsabhängige Entlohnungsanteile/Prämien/Provisionen, dem Überblick über branchenübliche Lohn- und Gehaltsstrukturen sowie der Information über sonstige in der Branche geleistete Vergütungsbestandteile wie Weihnachts- und Urlaubsgeld, Firmenwagen und Altersversorgung dienen.

Darüber hinaus im Fokus der Analyse: Die Untersuchung branchendurchschnittlicher Gehälter für Geschäftsführer und geschäftsführende Gesellschafter, die Argumente für die Diskussion mit dem Fiskus über die Angemessenheit der entsprechenden Vergütungen liefern soll. Vor der Analyse allerdings steht die Erhebung einer möglichst großen Anzahl von reellen Lohn- und Gehaltsdaten der Branche. Deshalb bittet der BRV alle Unternehmen des Reifenfachhandels und -handwerks um aktive Beteiligung an der derzeit laufenden Datenabfrage. „Nur eine hohe Resonanz ermöglicht die Ermittlung repräsentativer Ergebnisse, und nur repräsentative Ergebnisse können als verlässliche Orientierungswerte dienen“, begründet Hülzer seinen Appell zur Teilnahme an der Erhebung, für die der BRV absolute Vertraulichkeit im Umgang mit den Informationen garantiert. „Alle Fragebogen werden nach Abschluss der Analyse vernichtet“, sichert Joachim Krahl, Geschäftsführer der von dem Branchenverband beauftragten MMS GmbH, ausdrücklich zu.

Wer an einer Teilnahme an der Studie interessiert ist, deren Ergebnisse auf der diesjährigen BRV-Mitgliederversammlung am 22. Mai in Essen vorgestellt werden, wende sich bitte unter Angabe seiner kompletten Adresse inklusive Telefonnummer und persönlichem Ansprechpartner sowie gegebenenfalls E-Mail-Adresse bis zum 31. März an die MMS Management + Marketing Systeme GmbH, Breslauer Straße 14, 64732 Bad König, Telefon: 06063/3055, Fax: 06063/912277, E-Mail: mms-gmbh@gmx.de. Die Umfrageteilnehmer erhalten im Anschluss einen kostenlosen Berichtsband.

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