Auch Dana Corp. muss unter Chapter 11 flüchten

In der amerikanischen Automobil- und Zuliefererindustrie gibt es offensichtlich ein weiteres Opfer der andauernden Misere. Der mit Milliardenverlusten belastete Autozulieferer Dana Corp. (etwa Reifendruckkontrollsysteme; Toledo/Ohio) und dessen 40 US-Tochterfirmen haben am Freitag ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 eingeleitet. Die Geschäfte werden nun unter Aufsicht eines New Yorker Insolvenzrichters fortgeführt, der die Gruppe sanieren will.

Dana ist bereits der vierte große US-Autozulieferer, der innerhalb der vergangenen 13 Monate ein Insolvenzverfahren eingeleitet hat. Zuvor hatten Branchenführer Delphi Corp. sowie Collins & Aikman Corp. sowie Tower Automotive Inc. diesen Schritt vollzogen. Die beiden größten US-Autokonzerne General Motors und Ford stecken ebenfalls in der Krise. Sie wollen in den kommenden Jahren insgesamt 60.000 nordamerikanische Stellen streichen und zahlreiche Fabriken schließen. GM, Ford und Chrysler drängen die Zulieferanten auf ständig neue Preisabschläge. Die Dana-Töchter in Europa, Südamerika, im asiatisch-pazifischen Raum, in Kanada und in Mexiko seien nicht in das Insolvenzverfahren einbezogen, hieß es. Die Dana-Gruppe hatte in den ersten neun Monaten 2005 einen Umsatz von 7,5 Milliarden Dollar, dabei fiel ein Verlust von 1,2 Milliarden Dollar (1,0 Mrd. Euro) an.

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