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Schneeflocke bald bei Transporterwinterreifen – und bei Lkw-Reifen?

Laut Continental ist geplant, das von Pkw-Winterreifen her bekannte so genannte „Schneeflockensymbol“ auch bei Transporterreifen einzuführen. Eine gesetzliche Bedeutung hat diese von der Reifenindustrie freiwillig eingeführte Kennzeichnung in Europa zwar bisher nicht, aber an die Vergabe des Symbols ist nichtsdestoweniger die Erfüllung bestimmter, bezogen auf einen Referenzreifen definierter Mindestanforderungen im Winterbetrieb geknüpft. Für Lkw-, Bus- und Anhängerreifen ist ähnliches offenbar noch nicht in der Pipeline. Da es bisher keine Ausführungsbestimmungen zu dem geänderten StVO-Paragrafen gebe, der in seiner Neufassung ausdrücklich eine an die Wetterverhältnisse angepasste Bereifung fordert, dürfte – sagt Klaus Glück vom Continental Corporate Customer Service Tires – die Unsicherheit darüber, was denn eine witterungskonforme Bereifung ist, noch einige Zeit anhalten. „Dazu können auch wir zurzeit nicht mit Sicherheit sagen, wo die Reise hingehen wird“, ergänzt er.

Lkw-, Bus- und Anhängerreifen seien – so Conti – zumeist mit einem umlaufenden Rillenprofil ausgestattet sowie aufgrund ihrer Laufflächenmischung und der im Transporteinsatz auftretenden hohen Radlasten generell besser für den Wintereinsatz geeignet als Pkw-Sommerreifen. „Traktionsreifens für die Antriebsachsen von Lkw und Bussen – im Regelfall Reifen mit um- und querverlaufenden Profilrillen – tragen heute die M+S-Kennzeichnung: Der Bereifung der Antriebsachsen kommt eine besondere Bedeutung zu, da diese Antriebskräfte wie auch Motorbremskräfte und die Bremskräfte moderner Bremssysteme zu übertragen haben“, heißt es vonseiten des Reifenherstellers, der eine ausreichende Profiltiefe an allen Radpositionen in Kombination mit M+S-gekennzeichneten Traktionsreifen an den Antreibsachsen für eine „wintertüchtige Nutzfahrzeugbereifung für typische mitteleuropäische Verhältnisse“ hält.

Was das Thema ausreichende Profiltiefe angeht, empfiehlt Continental deutlich über vier Millimeter Restprofiltiefe. „Werden an die Nutzfahrzeugbereifungen Anforderungen zur Abdeckung extremer, anhaltender Winterverhältnisse gestellt (zum Beispiel Transportaufgaben in Skandinavien oder im mitteleuropäischen Bergland), so sollte auf die ‚Winterspezialisten’ zurückgegriffen werden, die die Reifenindustrie in den gängigsten Reifengrößen anbietet“, rät der Hersteller und verweist in diesem Zusammenhang unter anderem auf die eigenen Produkte des Segments „Winter Traffic“, die alle eine M+S-Kennzeichnung tragen. Vor dem Hintergrund unterschiedlichster Einsatzgebiete, besonderer Aufgabenstellungen und erhöhter Sicherheitsanforderungen sei bei Reisebussen und Gefahrguttransportern (Motorfahrzeuge) die Rundumbereifung mit den genannte „Winterspezialisten“ zu empfehlen, heißt es.

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