Sibur-Fabriken können bald profitabler werden

Wenn Sibur ab dem 1. Januar die operativen Managementaufgaben in die Hände der neugegründeten Reifen-Holding „Sibur-Russian Tires“ legen wird (bleibt Tochterunternehmen Siburs), ändert sich gleichzeitig ein wesentlicher Bestandteil der internen Zusammenarbeit. Das so genannte „Tolling Scheme“ für Synthesekautschuk werde laut eines aktuellen Reports des Moskauer Forschungsinstituts CentreInvest werde bald auslaufen.

Nach diesem System hat der Chemiekonzern Sibur seinen vier Reifenfabriken in Yaroslavl’, Omsk, Ekaterinburg und Volzhki Synthesekautschuk für die Reifenproduktion zur Verfügung gestellt, ohne diesen den Tochtergesellschaften zu berechnen. Das Endprodukt, also der fertige Reifen, gehört dann allerdings nicht der herstellenden Fabrik, sondern Sibur, das die Rohstoffe für die Reifenfertigung zur Verfügung gestellt hat. Folglich bekommen die Reifenfabriken auch lediglich die Dienstleistung der Reifenproduktion von der Muttergesellschaft vergütet, nichts bekommen sie aber für den Reifen insgesamt. Dieses System, so das Forschungsinstitut CentreInvest weiter, sei bisher Grund für die geringe Profitabilität der vier Reifenfabriken des Konzerns gewesen und beeinflusse darüber hinaus die finanzielle Leistungsfähigkeit. Dieses System werde innerhalb der kommenden 18 Monate für alle vier zum Konzern gehörenden Reifenfabriken auslaufen, erwarten die Moskauer Analysten. Entsprechende Tolling Scheme werden auch bei anderen Herstellern wie etwa Nizhnekamskshina oder im Amtel-Vredestein-Werk in Kirov praktiziert.

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