Lanxess muss 61 Millionen Euro Rückstellungen bilden

Der Chemiekonzern und Zulieferer der Reifenindustrie Lanxess (Leverkusen) bildet im 4. Quartal 2005 außerordentliche Rückstellungen in Höhe von rund 61 Millionen Euro. Grund sind Vergleiche, die der Bayer-Konzern, zu dem Lanxess früher gehörte, mit diversen Klägergruppen in den USA in kartellrechtlichen Schadenersatzklagen abschließt.

Im Rahmen der Lanxess-Abspaltung von Bayer Anfang 2005 war eine Regelung getroffen worden, nach der Lanxess Bayer 30 Prozent der Verbindlichkeiten aus bestimmten Kartellverfahren, die den ehemaligen Bayer-Geschäftsbereich Kautschuk betreffen, bis zu einer Obergrenze von insgesamt 100 Millionen Euro zuzüglich Verfahrenskosten und Steuereffekten erstattet. Dazu zählen die Verbindlichkeiten aus den oben genannten Vergleichen.

Zusammen mit schon bisher gebildeten Rückstellungen ist die Obergrenze der von Lanxess zu tragenden Summe damit erreicht. Ferner war vereinbart worden, dass der Chemiekonzern nicht mehr als 50 Millionen Euro pro Jahr an Bayer zahlt. Der Zeitpunkt der zu leistenden Zahlungen steht noch nicht fest.

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