Edouard Michelin nennt Zukunft schwer planbar

Die Kostenstruktur bei Michelin entwickle sich derzeit dank Produktivitätssteigerungen und dem sozialverträglichen Abbau von Arbeitsplätzen positiv, schreibt die Deutsche Bank in einem Report. Folglich werden sich die Margen bei wachsendem Absatz – die Bank rechnet mit plus drei Prozent in 2006 – ebenfalls verbessern. In den vergangenen zehn Jahren konnte der französische Reifenhersteller seinen Absatz jährlich um rund drei Prozent steigern, mit Ausnahme des Jahres 2001 (-2,2%). Unterdessen hat Konzernchef Edouard Michelin laut Handelsblatt die Margenziele des Herstellers nach unten korrigiert.

Michelin erwartet für dieses Jahr eine Marge „mindestens“ auf Höhe des Vorjahres von 8,7 Prozent, zuvor war eine Margenverbesserung in Aussicht gestellt worden. Gleichzeitig bekannte sich Michelin zu den Standorten in den USA und Westeuropa. Dank effizienter Prozesse und gut ausgebildeter Mitarbeiter lohne sich die dortige Produktion trotz des Kostenwettbewerbs zu Ländern wie etwa China, wo Michelin zu den größten Herstellern zählt. Steigende Ölpreise verteuerten den Transport von Reifen aus China und würden daher den Kostenvorteil zunichte machen. Konkurrent Continental hingegen hatte in der Vergangenheit konsequent die Produktion an kostengünstige Standorte verlegt, so das Handelsblatt zum Vergleich. Insgesamt blicke Konzernchef Edouard Michelin verhalten in die Zukunft. „Das Geschäft lässt sich nur noch schwer planen“, wird er zitiert.

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