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Vulkaniseur-Handwerksjugend überzeugt beim Bundeswettbewerb

Am 3. November 2005 fand der diesjährige praktische Leistungswettbewerb der Vulkaniseur-Handwerksjugend statt. Auf Einladung des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) kamen in der berufsbildenden Schule Burgdorf/Lehrte Vulkaniseur-Gesellen zusammen, die sich zuvor als jeweilige Landessieger ihres Handwerks qualifiziert hatten und nun in der Endausscheidung um den Bundessieg konkurrierten. An je einem vom Hersteller Dunlop zur Verfügung gestellten Pkw-Neureifen musste jeder der vier Wettbewerbsteilnehmer – der Landessieger aus Bayern war zum Bundeswettbewerb nicht angetreten – durch abgestuftes Aufschneiden der Lauffläche und der Seitenwand den Reifenaufbau freilegen. Dabei lautete der konkrete Arbeitsauftrag:


  • Aufschneiden der Lauffläche bis zum Seitendekor auf einer Länge von 300 Millimetern.

  • Freilegen der ersten Gürtellage, der zweiten Gürtellage sowie der Karkasslage auf einer Länge von jeweils 100 Millimetern. Enthielt der Reifen eine Abdecklage, sollte diese sowie die erste Gürtellage jeweils nur 50 Millimeter freigelegt werden.

  • Über den gesamten Bereich war zudem auf einer Seite die Seitenwand bis zur Montagelinie freizulegen. Enthielt der Reifen eine Verstärkung in der Seitenwand, so war diese auf der Hälfte der Seitenwand darzustellen.


Alle Übergänge sollten dabei rechtwinklig und präzise gearbeitet werden, die Arbeiten waren unter Beachtung der Richtlinien zur Reparatur von Pkw-Reifen ohne Verletzung der restlichen Reifenteile auszuführen – und das alles in höchstens acht Stunden. Maximal 100 Punkte waren für eine perfekte Leistung zu erreichen.

Bewertet wurden die Arbeiten von einer dreiköpfigen Bewertungskommission, bestehend aus Stephan Immler (Vulkaniseurmeister, Reifen Immler, Immenstadt), Dirk Hübener (Vulkaniseurmeister und Dipl.-Ing. FH, Reifen Hübener, Wolfenbüttel) und Frank Danger (Vulkaniseurmeister, Danger Fahrzeugtechnik + Bereifung, Hameln). „Es war ein spannender Wettkampf und lange war nicht klar, wer von den vier Teilnehmern diesen für sich entscheiden würde. Von Stunde zu Stunde wechselte die Führung“, so Stephan Immler, der in diesem Jahr erstmals den Vorsitz der Prüfungskommission innehatte.

Nach über sieben Stunden Arbeit und anschließender Begutachtung der Werkstücke durch die Prüfer standen dann die Platzierungen fest. Mit einer Gesamtzahl von 92 Punkten und Note eins wurde Martin Rösner (Landessieger Hessen, Reifen Bangsow, Groß-Gerau) erster Bundessieger. Laut der Bewertungskommission zeichnete sich seine Arbeit besonders durch Sauberkeit und Präzision aus. Mit nur einem Punkt Abstand konnte sich mit Benjamin Michels der Landessieger aus Baden-Württemberg (Pneuhage Reifendienste Süd, Freiburg) als zweiter Bundessieger qualifizieren. Ebenso wie der Dritt- und Viertplatzierte – Bastian Ritterbusch (Landessieger Sachsen-Anhalt, Firma Kuttnik, Samswegen) erzielte 89 Punkte und Steffen Rückriem (Landessieger Niedersachsen, Reifen Jung, Springe) kam auf 85 Punkte – erreichte Michels mit seiner Leistung die Note zwei.

Als Siegprämie konnte der Erstplatzierte aus den Händen von Jens Ludwig von der Dunlop GmbH einen von dem Reifenhersteller gestifteten Scheck über 550 Euro entgegennehmen. Allerdings gingen auch die übrigen Teilnehmer nicht leer aus: Für sie gab es als Erinnerung an den Wettbewerb ein Modellfahrzeug aus einer limitierten Auflage, gleichfalls gesponsert vom Hersteller der Prüfungsreifen. „Das waren wieder einmal Leistungen auf Top-Niveau, angesichts derer es uns um den Nachwuchs in unserem Handwerk nicht bange sein muss“, so Peter Hülzer, geschäftsführender Vorsitzender des BRV. „Der BRV als Ausrichter des Wettbewerbs gratuliert allen Teilnehmern herzlich zu ihrer hervorragenden Arbeit und richtet einen ausdrücklichen Dank an die Bewertungskommission, die berufsbildende Schule Burgdorf-Lehrte sowie den Sponsor der Prüfungsreifen, Geld- und Sachpreise.“

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