Umsatzsteigerung bei ATU

In den ersten neun Monaten 2005 konnte die Werkstattkette Auto Teile Unger (ATU) ihren Umsatz auf knapp 905,8 Millionen Euro und damit im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres um 5,7 Prozent bzw. 48,5 Millionen Euro steigern. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wird mit 101,5 Millionen Euro angegeben, was bezogen auf den Zeitraum Januar bis September 2004 einem 7,2-prozentigen Plus entspricht. „Trotz eines schwierigen Marktumfeldes und Umsatzrückgängen im deutschen Einzelhandel ist es uns gelungen, bei Umsatz und Ertrag deutlich zuzulegen“, kommentiert Karsten Engel, Vorsitzender der Geschäftsführung der ATU-Gruppe, diese Zahlen nicht ohne Stolz. Ende September verfügte die Autofahrerfachmarktkette nach eigenen Angaben über 529 Filialen in Deutschland, Österreich und Tschechien, 45 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt – 41 weitere befinden sich demzufolge bereits in Planung oder im Bau. „Damit wurden die ursprünglichen Expansionspläne deutlich übertroffen“, so das Unternehmen, das für das kommende Jahr neben dem Ausbau des bestehenden Filialnetzes in Deutschland vor allem in den Niederlanden neue Betriebe eröffnen will, wo ATU derzeit noch nicht vertreten ist.

„Nachhaltiges Wachstum in den bestehenden Filialen, der Ausbau des Filialnetzes in Deutschland, die verstärkte Expansion ins benachbarte europäische Ausland und die Erschließung und Fortentwicklung neuer Geschäftsfelder stellen die wesentlichen Eckpfeiler der Wachstumsstrategie von ATU Auto-Teile-Unger dar“, beschreibt Engel die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens. „Das erfolgreiche Geschäftsmodell, sehr gute Qualität zu günstigen Preisen bei hoher Warenverfügbarkeit anzubieten, ist die Grundlage, auch bei schwierigen Marktbedingungen zu wachsen“, ergänzt Dirk Müller, Geschäftsführer für Finanzen. „Neben der guten operativen Entwicklung haben wir seit dem Einstieg des Finanzinvestors KKR Kohlberg Kravis Roberts im August letzten Jahres die langfristigen Bankdarlehen um 142 Millionen Euro zurückgeführt. Dies zeigt die Fähigkeit des Geschäftsmodells, kontinuierlich hohe freie Zahlungsmittelüberschüsse zu generieren“, so Müller weiter.

Zusätzlichen Informationen von Auto Service Praxis Online zufolge ist trotz der Erhöhung der Zahl von Filialen die Mitarbeiterzahl mit 12.600 nahezu unverändert geblieben. ATU generiere derzeit ca. drei Viertel seines Umsatzes durch Warenverkäufe, den Rest durch Werkstatt- und „sonstige“ Umsätze (Entsorgung, Entwicklung neuer Filialen etc.), heißt es weiter in einem Bericht des Newsdienstes. Und während man die Warenverkäufe um 8,4 Prozent auf 685,3 Millionen Euro habe steigern können, sei der Werkstattumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht auf 194,4 Millionen Euro zurückgegangen. Dies soll ATU vor allem mit den zunehmenden Sparbemühungen der Autofahrer – insbesondere bei Wartungsarbeiten – begründet haben.

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