15 Prozent Umsatzrendite bei Pkw-Reifen

Continental bleibt ungeachtet der insbesondere in den USA eher schwachen Automobilkonjunktur in der Erfolgsspur. Der internationale Automobilzulieferer legte in den ersten neun Monaten bei Umsatz und Ergebnis erneut zu, durch die erfolgreiche Integration der Phoenix AG auch im Umsatz klar zweistellig, heißt es in einer Pressemitteilung. „Wir haben bereits nach drei Quartalen sowohl beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen als auch beim Gewinn die Werte des gesamten Jahres 2004 übertroffen. Dies ist neben der hervorragenden operativen Performance auch durch Einmaleffekte bedingt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Manfred Wennemer in Hannover. „Es gibt keine Anzeichen für einen veränderten Trend im vierten Quartal, so dass wir die Spitzenwerte des vergangenen Jahres auch ohne Berücksichtigung von Einmaleffekten übertreffen werden.“

Der Konzernumsatz erhöhte sich während der ersten neun Monate 2005 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 11,1 Prozent auf 10.240,9 Millionen Euro (Vj. 9.214,5). Phoenix trug mit 734,2 Millionen Euro zum Umsatz bei. Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen erhöhte sich der Konzernumsatz um 4,2 Prozent. Das operative Konzernergebnis (EBIT) stieg um 35,9 Prozent auf 1.138,2 Millionen Euro (837,4) und die Umsatzrendite auf 11,1 Prozent (9,1). Ohne die Konsolidierung von Phoenix beträgt die Umsatzrendite 11,9 Prozent. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 54,9 Prozent auf 734,6 Millionen Euro (474,1). Das Ergebnis je Aktie stieg auf 5,05 Euro (3,49).

„Es gibt bei unseren Kennzahlen einige Sondereffekte zu beachten. Bereinigt um diese Effekte ergibt sich insgesamt eine operative Ergebnisverbesserung des Konzerns in Höhe von 123,7 Millionen Euro“, erläuterte Finanzvorstand Dr. Alan Hippe. Diese Sondereffekte im Einzelnen: Während der ersten neun Monate 2004 waren Aufwendungen in Höhe von 73,8 Millionen Euro für die Restrukturierung im Werk Mayfield im operativen Konzernergebnis enthalten. In den USA wurden darüber hinaus die Pensionspläne für Angestellte umgestellt, was bereits im ersten Halbjahr 2005 zu einer einmaligen Auflösung der bisher gebildeten Beträge in Höhe von 27,5 Millionen Euro führte. „Außerdem mussten wir aufgrund neuer Vereinbarungen zu Pensionen und Gesundheitskosten in den USA Auflösungen für Altersvorsorgeverpflichtungen in Höhe von 100,7 Millionen Euro im Quartalsergebnis vornehmen, die das Ergebnis in gleicher Höhe anhoben. Durch den Verkauf des Geschäftsbereichs ContiTech Profile zum 1. Oktober 2005 entstand ein Verlust in Höhe von 24,9 Millionen Euro, der bereits zum 30. September in voller Höhe berücksichtigt wurde“, sagte Hippe.

Während der ersten neun Monate 2005 hat das Unternehmen 584,1 Millionen Euro (450,2) investiert, das entspricht einer Investitionsquote von 5,7 Prozent (4,9). Schwerpunkte waren Produktionsanlagen für die neue Generation elektronischer Bremssysteme sowie der Ausbau von Produktionskapazität an Niedrigkostenstandorten, vor allem in Camaçari, Brasilien. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen in den ersten neun Monaten 2005 um 11,1 Prozent auf 438,9 Millionen Euro (395,0), dies entspricht unverändert 4,3 Prozent vom Umsatz. Zudem reduzierte sich die Gearing Ratio auf 29,4 Prozent, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Am 30. September 2005 beschäftigte Continental 81.613 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dies entspricht einer Erhöhung um 1.027 Beschäftigten gegenüber dem 31. Dezember 2004.

Die Division Automotive Systems erzielte während der ersten neun Monate 2005 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Umsatzanstieg um 4,2 Prozent auf 3.919,5 Millionen Euro (3.761,7). Bereinigt um Währungskursveränderungen beträgt der Anstieg 4,3 Prozent. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 25,4 Prozent auf 446,6 Millionen Euro (356,1) und die Umsatzrendite auf 11,4 Prozent (9,5).

Die Division Pkw-Reifen erzielte während der ersten neun Monate 2005 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Umsatzanstieg um 8,5 Prozent auf 3.215,6 Millionen Euro (2.964,4). Bereinigt beträgt der Anstieg 4,5 Prozent. Die Division Pkw-Reifen steigerte das operative Ergebnis (EBIT) um 59,7 Prozent auf 480,8 Millionen Euro (301,1) und die Umsatzrendite auf 15,0 Prozent (10,2). Bereinigt um Sondereffekte ergibt sich ein Ergebnisanstieg um 11,3 Millionen Euro.

Die Division Nutzfahrzeugreifen verzeichnete während der ersten neun Monate 2005 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum einen Umsatzrückgang um 8,6 Prozent auf 1.008,8 Millionen Euro (1.103,5). Bereinigt ergibt sich jedoch ein Anstieg um 7,3 Prozent. Die Division Nutzfahrzeugreifen steigerte das operative Ergebnis (EBIT) um 50,0 Prozent auf 113,7 Millionen Euro (75,8) und die Umsatzrendite auf 11,3 Prozent (6,9). Bereinigt um Sondereffekte stieg das EBIT um 11,8 Millionen Euro.

Die Division ContiTech erreichte während der ersten neun Monate 2005 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Umsatzanstieg um 51,0 Prozent auf 2.178,9 Millionen Euro (1.442,6). Phoenix trug mit 734,2 Millionen Euro zum Umsatz bei. Bereinigt erhöhte sich der Umsatz um 1,6 Prozent. ContiTech verzeichnete eine Verringerung des operativen Ergebnisses (EBIT) um 6,7 Prozent auf 122,8 Millionen Euro (131,6) und eine Umsatzrendite von 5,6 Prozent (9,1). Im operativen Phoenix-Ergebnis von 11,6 Millionen Euro sind 29,5 Millionen Euro Aufwand für Sozialpläne enthalten.

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