Conti will Wettbewerbsfähigkeit der Standorte ausbauen

Die Continental AG (Hannover) will die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Standorte weltweit auch künftig im offenen Dialog mit den Beschäftigten ausbauen. Dabei geht es jeweils um standortbezogene und flexible Lösungen, um die im weltweiten Markt nötige bestmögliche Kombination aus Kosten, Innovation und Qualität sicherzustellen, teilte der internationale Automobilzulieferer heute in Hannover mit. Bausteine für solche Standortkonzepte sind unter anderem Investitionen und optimierte Prozesse, aber auch Beiträge der Arbeitnehmer, zum Beispiel durch Ausbau der Arbeitszeit ohne vollen Entgeltausgleich.

„Wir sind keine Ideologen, denn entscheidend sind alleine die Kosten. Ob im Segment der Arbeitskosten der verbesserte Rahmen über Arbeitszeitverlängerung ohne Entgeltausgleich oder im Mix mit anderen Beiträgen erreicht wird, ist letztlich unerheblich“, betonte der Continental-Vorstandsvorsitzende Manfred Wennemer. „Ganz am Ende spielt der Markt die entscheidende Rolle.“ Das Unternehmen habe deshalb seit Jahren einen proaktiven Kurs der rechtzeitigen Zukunftssicherung eingeschlagen. Dies bedeute unter anderem, an keinem Standort eine wirtschaftlich problematische Situation entstehen zu lassen. Eine derartige Schieflage sei aber im Gegensatz zur Chemieindustrie in anderen Tarifverträgen in Deutschland erst Voraussetzung dafür, Öffnungsklauseln nutzen zu können – falls die Öffnungsklauseln überhaupt existieren.

Der Automobilzulieferer weist darauf hin, dass der Unternehmensgewinn die Summe aller weltweit erreichten Einzelerfolge ist. Eine Quersubventionierung weniger effizienter oder gar Verlust bringender Standorte durch effiziente und profitable Standorte gefährde auf Dauer das gesamte Unternehmen und löse darüber hinaus auch keine lokalen Probleme.

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