Bedenkliche Entwicklung: Am Reifen wird gespart!

Geiz ist geil, Öko-Steuer, Benzinpreiserhöhungen etc. zeigen Auswirkungen beim Autofahren: Beim Austausch der Reifen lassen sich deutsche Autofahrer zunehmend mehr Zeit. Von zwölf (2000) auf nunmehr 16 Prozent (2005) stieg die Anzahl der Fahrzeuge, die mit einem Restprofil unter 3,5 Millimeter im Straßenverkehr unterwegs sind. Darüber hinaus fährt jeder fünfte Autofahrer auch im Sommer seine Winterreifen durch und nimmt dabei einen bis zu zehn Prozent höheren Reifenverschleiß in Kauf. Das sind die Ergebnisse der neuesten Reifensicherheitstour 2005, die in Kooperation mit dem AvD, der GTÜ und der Einkaufsgemeinschaft Freier Reifenhändler (EFR) von Mai bis August 2005 bundesweit durchgeführt wurde. Die statistischen Daten erfasst hat das von Fulda Reifen weltweit patentierte „Profilometer“, ein laserelektronisches System, das zehntelmillimetergenau das Reifenrestprofil ermittelt und dem Autofahrer binnen 60 Sekunden den Reifenzustand präzise protokolliert.

Auch wenn der Gesetzgeber nur 1,6 Millimeter Restprofil vorschreibt, empfiehlt die Reifen- und Automobilindustrie bereits eine Neubereifung bei einer Restprofiltiefe von 3,5 Millimeter. Denn das Brems- und Aquaplaningverhalten verändert sich mit jedem Zehntelmillimeter, den der Reifen bis zur Grenzmarke von 1,6 Millimeter abgefahren wird. In diesem Zustand hat er beispielsweise nur noch eine Wasserverdrängung von 15 Prozent.

Neu ist indes die Situation, dass viele Autofahrer ganz auf eine Umbereifung auf Sommerreifen verzichten und ihre Winterreifen auch in der warmen Jahreszeit durchfahren. Dass lässt sich unter anderem damit erklären, dass die Kosten der Ummontage eingespart werden sollen.

Die Kooperationspartner AvD, GTÜ, EFR und Fulda Reifen empfehlen nicht zuletzt aus Gründen der persönlichen Sicherheit, den Zustand der Fahrzeugbereifung regelmäßig zu kontrollieren und die Reifenumrüstung rechtzeitig vor dem Wintereinbruch vorzunehmen.

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