ADAC-Test: Glatter Sieg für Goodyear UG7

Beim diesjährigen ADAC/ÖAMTC-Winterreifen-Test kristallisierte sich unter den 36 getesteten Reifen eine eindeutige Siegermarke in zwei verschiedenen Dimensionen heraus. „Der brandneue UG 7 von Goodyear überzeugte in beiden Testgrößen. Keiner verzahnt seine Lamellen so optimal und keiner ist gleichzeitig auf Nässe so rutschfest. Ein großer Wurf, wie er nicht alle Tage vorkommt“, urteilt ÖAMTC-Reifenexperte Willy Matzke. Geprüft wurden mehrere Größen, wobei die Dimensionen 175/65 R14 T und 195/65 R15 T die beste Übersicht über die neueste Winterreifengeneration liefern. Auch sonst spricht das Winterreifen-Testergebnis für sich: Sieben Reifen sind sehr empfehlenswert, 17 empfehlenswert, zehn bedingt empfehlenswert und zwei nicht empfehlenswert.

Hinter dem „Overall Winner“ Goodyear UG 7 landen auf den Spitzenrängen der Dimension 195/65 R15 T, der Dunlop Wintersport 3D (gleich gut auf Nässe, im Trockenen sogar noch angenehmer als der UG7) und der Vredestein Snowtrac 2 (optimierte Gummimischung schafft Bestwerte auf Schnee und leisen Auftritt). Auch der nicht mehr ganz so junge Pirelli Snowcontroll (höchste Laufleistung) hält sich vorne. Die gewohnten Sieger der Conti-Gruppe leisten sich hingegen einen doppelten Ausrutscher: „Sowohl auf Schnee als auch auf Eis kann der neue Conti TS 810 die neuerdings bei uns sehr hoch angesetzten Hürden knapp nicht überspringen“, berichtet Matzke. „Der Bruder Uniroyal MS plus 55 rutscht auf Schnee und Eis aus und hat obendrein den höchsten Rollwiderstand, was wiederum mehr Spritverbrauch bedeutet.“ Bridgestone hat ein leichtes Manko im Schnee, der verwandte Firestone kann auch auf Nässe nicht voll überzeugen. Bei Michelin passt auch der Auftritt auf eisigem Parkett nicht mehr, nur im Verschleiß ist man noch vorne mit dabei.

In der kleineren Dimension 175/65 R14 T sind neben dem Goodyear UG 7 der Bridgestone Blizzak LM 20 und der Pirelli Snowcontroll unter den Siegern. Beide verfügen über eine gute Ausgewogenheit zwischen Schneegriff und Rutschfestigkeit bei Nässe. Erneut erweist sich der Italiener als besonders verschleißfest. Weiter läuft bei den kleinen Reifen nur der Michelin Alpin A2, in den übrigen Werten zeigt er sich aber deutlich abgeschlagen. „Eine Überraschung hätte fast der Semperit Wintergrip geschafft. Bei bester Eiswertung hat er die Nässehürde nur knapp verfehlt, brilliert aber im Schnee“, weiß der ÖAMTC-Experte. Oberflächlich betrachtet, trifft das auch auf den neuen Conti TS 800 zu. Geht man bei den Testwerten aber in die Tiefe, so findet sich ein nicht akzeptables Aquaplaningverhalten. Dazu kommt der höchste Rollwiderstand, was auf eine zu sehr schneeoptimierte Gummimischung schließen lässt. Eine Änderung der Gummimischung soll Abhilfe schaffen.

Ausgerutscht: Nicht zu empfehlen sind nach dem Urteil des ÖAMTC-Reifentesters zwei Pneus. Zum einen der erstmals getestete Matador aus der Slowakei. „Er überzeugte zwar mit dem besten Rollwiderstand, aber sonst taugt er nicht viel. Mit seiner M&S-Kennzeichnung würde er bei einer gesetzlichen Winterreifenpflicht glatt durchgehen, im ÖAMTC-Test ist er aber prompt durchgefallen“, so der Experte. Nicht viel besser schnitt der Barum Polaris aus dem tschechischen Contiwerk ab. „Während der Matador auf der ganzen Linie enttäuscht, hält sich der Barum wenigstens im Schnee recht gut“, so Matzke.

Eine Tabelle mit allen Testergebnissen des ÖAMTS erhalten Sie hier.

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