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Loeb verzichtet wegen tödlichen Unfalls auf Sieg

Mit einer ungewöhnlichen Geste hat Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb auf den tödlichen Unfall bei der Rallye Wales reagiert. Der Citroën-Pilot verzichtete wegen des Todes des britischen Beifahrers Michael Park auf seinen Sieg im 12. Saisonlauf. Damit vertagte Loeb zugleich die WM-Entscheidung. An der Zielkontrolle kassierte Loeb bewusst zwei Strafminuten und fiel auf den dritten Rang zurück. Damit überließ er dem norwegischen Subaru-Piloten Petter Solberg den ersten Platz. „Unter diesen sehr traurigen Umständen wollte ich hier nicht siegen und auch gar nicht meine zweite Weltmeisterschaft gewinnen“, sagte Loeb. Bis vor der letzten Zeitkontrolle lag der vierfache Deutschland-Sieger klar vor Solberg.

Park war am Morgen im Peugeot seines estnischen Fahrers Markko Märtin verunglückt. Märtin, der bei dem Unfall unverletzt blieb, war bei der 15. und drittletzten Prüfung mit seinem Auto gegen einen Baum geprallt. Park starb noch am Unfallort. Märtin und sein Co-Pilot lagen zum Zeitpunkt des Unglücks an sechster Stelle. Der 39 Jahre alte Park, der seit elf Jahren im Rallyesport als Beifahrer dabei war und seit 2000 mit Märtin fuhr, hinterlässt eine Frau und zwei Kinder. Nach seinem Siegverzicht führt der Elsässer nun mit 99 Punkten vor Solberg (65) und Grönholm (61). In der Marken-WM baute Weltmeister Citroen seinen Vorsprung nach dem Rückzug von Peugeot auf 137 Punkte aus. Peugeot (117) ist Zweiter vor Ford (76). In einem Presseschreiben bedauerte Pirelli den tragischen Unfall von Michael Park. „Wir sind geschockt und traurig“, sagte Pirellis Manager Fiorenzo Brivio. „Michael war ein brillanter Copilot und eine große Persönlichkeit. Im Namen von Pirelli spreche ich seiner Familie und jedem, der das Privileg hatte mit ihm arbeiten zu dürfen, unser tiefstes Mitgefühl aus.“

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