Ventile Schuld an Transporterunfällen?

Erst kürzlich hatte der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) vor einem Sicherheitsrisiko durch die Verwendung von Snap-in-Ventilen bei Llkw- und Transporterrädern gewarnt und seinen Mitgliedern empfohlen „grundsätzlich nur noch Metallventile wie im Lkw-Bereich“ zu verwenden. Hintergrund dessen sind offenbar Unfälle von Transportern, bei denen in Verbindung mit Stahlscheibenrädern der Größe 6Jx16 Zoll werksseitig montierte Vollgummiradventile des Typs TR 414 als Ursache in Verdacht stehen. Das berichtet jedenfalls das Magazin Auto Service Praxis in seiner September-Ausgabe. Auffällig geworden seien diesbezüglich bislang der Renault Trafic und der Ford Transit. Dem Bericht zufolge sollen die hinzugezogenen Gutachter festgestellt haben, dass bei Transportern, die durch vermeintliche Reifenschäden verunfallten, mitunter auch das betreffende Radventil beschädigt war.

Ging man zunächst davon aus, der Ventilschaden sei Folge des Reifenschadens, so habe sich letztendlich das Gegenteil als richtig erwiesen: Demnach ist ein plötzlicher Reifendruckverlust über das Ventil Auslöser des Plattrollschadens gewesen. „Die langen Ventile werden bei hoher Fahrgeschwindigkeit fliehkraftbedingt in Richtung Felgenhorn gebogen. Hinzu kommt, dass der Ventilsitz nicht plan verläuft. Am Ventilfuß entsteht deshalb am Übergang zum Horn ein Spalt und am Übergang zum Bett eine Stauchung. Auch ein Vorschaden in Form von Anrissen im Ventilfuß ist möglich, wenn das Gummiventil mit zu viel Kraft in die Bohrung gezogen wird“, schreibt Auto Service Praxis, und der BRV empfiehlt die Verwendung von Ventilen mit durchgehendem Metallkörper.

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