Pirellis Reifen sind Gewinnbringer im Konzern

Die vorläufigen Zahlen für das erste Halbjahr lassen die Manager bei Pirelli & C. SPA auf ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr hoffen. Wie das Unternehmen jetzt „vorläufig“ mitteilte, ist der Umsatz der Gruppe während der ersten sechs Monate des Jahres um 13 Prozent auf 2,28 Milliarden Euro gestiegen. Der EBIT stieg sogar um 33 Prozent auf 202 Millionen Euro, so dass sich eine Marge von guten 8,8 Prozent ergibt. Mit Blick auf diese Zahlen rechnet der Vorstand des Unternehmens mit Sitz in Mailand mit einer „erheblichen Verbesserung der Ergebnisse“ im Vergleich zum Vorjahr. Auch der Verkauf der Kabel- und Systemsparte an Goldmann Sachs Capital Partners werde hier einen Beitrag leisten.

Die ersten sechs Monate des Jahres haben beim Pirelli-Konzern eine „erhebliche Verbesserung aller ökonomischen Indikatoren“ gezeigt, insbesondere habe sich die Profitabilität verbessert. Der Vorstand sieht darin eine Bestätigung der eingeschlagenen Strategie, nach der man sich auf eine beschränkte Anzahl hochprofitabler Geschäfte konzentriert, die darüber hinaus allesamt im „Top-of-the-Range-Marktsegment“ liegen.

In der konsolidierten Betrachtung der vorläufigen Halbjahreszahlen ergibt sich für den Konzern ein Umsatz von 2,28 Milliarden Euro, während im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres noch 2,016 Milliarden Euro umgesetzt wurden. Dies entspricht einer Steigerung von rund 13 Prozent, bereinigt um Wechselkurseffekte von rund 12 Prozent. Der operative Konzerngewinn schlägt demnach mit 202 Millionen Euro zu Buche, was einer Steigerung von 33 Prozent ausmacht (Vj.: 152 Mio. Euro). Die EBIT-Marge gibt der Konzern demnach mit 8,8 Prozent an; im selben Vorjahreszeitraum waren dies noch 7,5 Prozent.

Nach dem Verkauf der Kabel- und Systemsparte nimmt das Reifengeschäft nunmehr den wichtigsten Posten in den Berichten den Konzerns ein. Im ersten Halbjahr 2005 hat Pirelli mit Reifen einen Umsatz von 1,8 Milliarden Euro erzielt, was einem Anteil von 78,9 Prozent am Gesamtumsatz darstellt. Im Geschäftsjahr 2004 lag der Umsatz der Reifensparte noch bei etwa 46 Prozent des Konzernumsatzes. Der Umsatz der Reifensparte hat sich im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum um 8,3 Prozent erhöht (1,659 Mrd. Euro). Aber auch die Profitabilität der Reifensparte nahm im Berichtszeitraum deutlich zu. Während im ersten Halbjahr 2004 ein operativer Gewinn von 154 Millionen Euro erzielt wurde, lag diese Kennzahl im aktuellen Jahr bei 187 Millionen. Dies entspricht einer Steigerung von 21 Prozent. Somit ergibt sich für die Reifensparte eine EBIT-Marge von immerhin 10,4 Prozent. Der Gewinnbeitrag der von Dr. Francesco Gori geleiteten Reifensparte beträgt somit 92,6 Prozent. Im gesamten Geschäftsjahr 2004 lag diese Kennziffer noch bei 72,4 Prozent.

Der Pirelli-Konzern macht die starke Zunahme des Reifenabsatzes, insbesondere in Nordamerika, sowie den verbesserten Produkt-Preis-Mix für die guten Ergebnisse verantwortlich. Und dies, wie betont wird, „trotz der Preissteigerungen bei Rohstoffen“.

Auch Pirellis „Broadband Solutions“ hat sich im vergangenen Halbjahr, jedenfalls was den Umsatz betrifft, äußerst gut entwickelt, er stieg von 28 auf jetzt 64 Millionen Euro, was einer Steigerung von 128 Prozent entspricht. Positiv sehen kann man allerdings auch die Verringerung des operativen Verlustes von vier auf drei Millionen Euro im Berichtszeitraum. „Pirelli Real Estate“, das Vermögen wie Immobilien verwaltet, konnte im Berichtszeitraum seinen operativen Gewinn um 38 Prozent auf jetzt 80 Millionen Euro steigern. Ein Umsatz wurde wegen des besonderen Geschäftsinhalts nicht bekannt gegeben.

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