Mehr als vier von fünf Kfz-Werkstätten im Reifenverkauf aktiv

Unter Berufung auf die Ergebnisse einer im Auftrag des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes von dem Marktforschungsunternehmen Ipsos-Loyality durchführten Umfrage unter mehr als 800 Geschäftsführern, Inhabern oder Werkstattleitern und Meistern von Kfz-Betrieben in Deutschland berichtet Autoservice Praxis Online von einem rückläufigen Anteil an Privatkunden in deutschen Werkstätten. Demnach besteht die Kundschaft derzeit aus 68,7 Prozent privaten Fahrzeughaltern gegenüber 71,3 Prozent im Vorjahr. Mehr als ein Viertel der Kunden aller Unternehmen seien gewerbliche Fahrzeughalter, 4,7 Prozent öffentliche. Wartungsarbeiten haben laut der Umfrage mit knapp 41 Prozent – fabrikatsgebundene Werkstätten: 44,9 Prozent, freie Werkstätten: 37,6 Prozent – den höchsten Anteil am Werkstattumsatz. Dahinter folgen Verschleißreparaturen (Gebundene: 33,4 Prozent, Freie: 36,4) und Unfallreparaturen (21,6 Prozent bzw. 26,0 Prozent).

Die Umfrage hat aber noch weitere interessante Ergebnisse zutage gefördert – beispielsweise, dass größere Betriebe ein umfassenderes und differenzierteres Tätigkeitsspektrum anbieten: Bei Betrachtung aller befragten Unternehmen liegt dabei der Reifenverkauf in der Rangliste der angebotenen Dienstleistungen mit 86,4 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Ersatzteileverkauf (85,6 Prozent) sowie Blechner- und Karosseriearbeiten (79,9 Prozent). In den fabrikatsgebundenen Betrieben rangiere der Reifenverkauf allerdings nur an vierter Stelle. Als wichtigste Tätigkeiten wurden hier – wie es in der Meldung des Newsdienstes weiter heißt – Ersatzteileverkauf (96,2 Prozent), Zubehörverkauf (95,5 Prozent) und Gebrauchtwagenhandel (94,5 Prozent) genannt. Außerdem hätten fabrikatsgebundene Unternehmen mit durchschnittlich 8,3 Reparaturstandplätzen mehr Kapazität als freie Werkstätten (5,1). Sie beschäftigen demzufolge auch mehr Mitarbeiter pro Standplatz als die Freien (1,5 zu 1,3 Personen).

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