Kfz-Gewerbe verliert rund 5.000 Arbeitsplätze in 2005

Die konjunkturelle Talfahrt der Automobilkonjunktur im ersten Quartal des Autojahres 2005 hat im Kfz-Gewerbe zu einem unerwartet großen Verlust von Arbeitsplätzen geführt. In den 41.400 (Vorjahr 41.700) Werkstätten und Autohäusern arbeiten noch 478.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies ist, wie ein Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes mitteilte, ein Verlust von rund 5.000 Arbeitsplätzen.

Die spürbar bessere Automobilkonjunktur in den Monaten April, Mai und Juni habe diesen Prozess zwar stoppen können. Dennoch bleibe der Arbeitsmarkt im Kfz-Gewerbe ein Spiegel der automobilen Konjunktur, die noch immer keine Stabilität aufweise. Vor diesem Hintergrund habe eine Jahresprognose für die Automobilwirtschaft mehr emotionalen Wert als konjunkturelle Bedeutung. Die Summe der Zulassungen sei kein realistisches Spiegelbild des Marktes, da verschiedene Hersteller ihre Marktanteile „kaufen“.

Die Verwerfungen des Marktes führten in den Unternehmen des Kfz-Gewerbes zu erheblichen Problemen. Sinkende Liquidität und unzureichende Rentabilität seien die Konsequenzen. Dennoch habe sich, gestützt durch andere Geschäftsbereiche, die Zahl der Insolvenzen deutlich verringert. Aus unterschiedlichsten Gründen verabschiedeten sich aber immer mehr kleine und mittlere Betriebe aus dem Neuwagengeschäft. Sichtbare Konsequenz sei der wachsende „Flicken-Teppich“ in der Vertriebslandschaft.

In einer vorläufigen Halbjahres-Bilanz legte der Kfz-Verband einen „Zwischenbericht mit zweistelligem Wachstum im April und Mai für den Service“ vor. Dabei gelte es aber zu berücksichtigen, dass der Start in das Autojahr für den Service im ersten Quartal ein Fehlstart gewesen sei. Inzwischen habe der Autofahrer aber offensichtlich erkannt, dass der „Service ums Auto“ vor allem auch Werterhalt für das Fahrzeug sei. Bei der Serviceprognose für 2005 bleibe die Branche nach den konjunkturellen Wellenschlägen des Vorjahres allerdings vorsichtig. Insgesamt werde ein Serviceumsatz von rund 25,4 Milliarden (Vorjahr 24,4 Milliarden) Euro erwartet.

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