Jubiläum beim Weltmarktführer für Cord-Schneidanlagen

Das Maschinenbauunternehmen Karl Eugen Fischer GmbH feierte dieser Tage das 65-jährige Firmenjubiläum. Das Unternehmen aus Burgkunstadt ist Weltmarktführer für Cord-Schneidanlagen in der Reifenproduktion. „Das lange und erfolgreiche Bestehen des Unternehmens haben wir in erster Linie unseren Kunden und der Innovationsfreudigkeit unserer Ingenieure und Konstrukteure sowie unseren 260 Mitarbeitern zu verdanken”, erklärte Joachim Raps, Geschäftsleiter der Karl Eugen Fischer GmbH, anlässlich des Jahrestages der Gründung.

Angefangen hatte alles 1940, als die Karl Eugen Fischer GmbH Anlagegüter wie Stahlschränke, Metallkassetten und Gussöfen produzierte. 1970 wurde die erste Cord-Schneidanlage für die Reifenindustrie konstruiert. „Die Technologie, die hier zum Einsatz kommt, wurde durch die enge Zusammenarbeit mit den Hannoverschen Gummiwerken entwickelt”, so Joachim Raps. Die damaligen Hannoverschen Gummiwerke sind Hauptsitz der heutigen Continental AG. Am 20. März 1972 wurde die erste Cord-Schneidanlage für die Reifenherstellung an die Hannoveraner geliefert und ist auch heute noch im Einsatz.

„Seit über 30 Jahren schon arbeiten wir Hand in Hand”, erklärt Raps. „Für uns kleinen Mittelständler ist das vom großen Konzern Conti entgegengebrachte Vertrauen Bestätigung für die Präzision, Inspiration und Kompetenz, die wir täglich in unsere Arbeit einfließen lassen.” Außerdem arbeiten die beiden Unternehmen gemeinsam an einem Forschungsprojekt in Hannover.

Mittlerweile stammen gut 500 Cord-Schneidanlagen, das sind laut Angaben des Unternehmens rund zwei Drittel aller weltweit eingesetzten Anlagen, aus dem Werk in Burgkunstadt. Alle namhaften Reifenhersteller setzen bei der Konfektionierung von Reifenkarkassen und Reifengürteln auf die deutsche Technologie. 80 Prozent der jährlichen Produktion werden ins Ausland exportiert.

Mit der Gründung der amerikanischen Tochterfirma K.E. Fischer L.L.C. im Jahre 1984 sowie dem Aufbau einer eigenen Entwicklungsabteilung für elektronische Steuerungen konnte sich die Karl Eugen Fischer GmbH weitere Marktvorteile sichern. Der „globale Mittelständler”, der schon sehr früh die Weichen für einen intensive Exporttätigkeit gestellt hatte, baut zudem Auslandsmärkte wie etwa China, Indien und Iran aus. Innerhalb der letzten sechs Jahre konnte so der Umsatz nahezu verdoppelt werden. 2004 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von rund 38 Millionen Euro (2003: 35 Mio.), 2005 werden ca. 41 Millionen Euro erwartet.

Die Geschäftsleitung erhielt jetzt aus der Hand des Bayerischen Staatsministers für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Dr. Werner Schnappauf das Zertifikat „Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 13001″. Anschließend wurden zwei brandneue Bearbeitungszentren offiziell eingeweiht.

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