Cargraphic GmbH – Spezialist für Tuningteile mit Motorsporterfolgen

Jahrelange Erfahrung und Hang zum Perfektionismus hätten ihre Firma Cargraphic zu dem gemacht, was sie heute ist: ein Spezialist für edle Felgenkreationen und hochwertige Auspuffanlagen. So sieht sich jedenfalls das Unternehmen mit Sitz in Landau (Pfalz). Motorsport-Technologie und straßentaugliche Performance seien bei deren Entwicklungen seit jeher Hand in Hand gegangen. Erfolge beim Sport Auto Yokohama Tuner GP 2004 oder bei der Wahl zum sportlichsten Tuningauto des Jahres 2003 bestätigen das Engagement von Cargraphic. Eine eigene Fabrik für Abgasanlagen sowie die hausinterne Felgenkonstruktions- und Verschraubungsabteilung ermöglichen eine individuelle und flexible Anpassung an die Anforderungen des Marktes. Das Hauptaugenmerk der beiden verantwortlichen Geschäftsführer Thomas und Michael Schnarr liegt dabei darauf, einerseits in Design und Exklusivität Akzente zu setzen, andererseits aber auch den sinnvollen Einsatz der entwickelten Produkte zu gewährleisten.

Gegründet wurde die GmbH im April 1985 von den Brüdern Thomas und Michael Schnarr. Heute sind am Standort in Landau 15 Mitarbeiter beschäftigt. Weitere 30 Mitarbeiter sind in der angegliederten Auspuffniederlassung in England im Einsatz. Anfänglich beschäftigte man sich ausschließlich mit Ersatzteilen von Oldtimern der Marken Triumph und Alfa Romeo. Im Laufe der Jahre kam das komplette Programm der „British Motor Heritage“ dazu. Dies war auch der Auslöser, mit einem Fahrzeug aus dieser Baugruppe in den historischen Motorsport einzusteigen.

Mit dem Modell Triumph TR4 – umgebaut und vorbereitet von Cargraphic – wurde zuerst um die Deutsche Meisterschaft und später auch um die Europameisterschaft für Grand Tourismo-Fahrzeuge gefahren. Was ursprünglich der Werksmannschaft von Triumph aus England verwehrt blieb, konnte Cargraphic im Jahr 1993 erfolgreich abschließen: der erste Europameistertitel für historische GT-Fahrzeuge.

Nachdem die höchste Krone in dieser Kategorie erreicht war, wurde nach einer neuen Herausforderung gesucht und mit dem Divinol Cup und der Porsche GTP-Rennserie gefunden. Eine kontinuierliche Ausweitung der Produktpalette im Bereich von Porsche- und Audi-Tuningkomponenten sowie der Produktion und Verschraubung von 3-teiligen Aluminiumfelgen in den Größen 18“ bis 22“ passend für Fahrzeuge der Marken Audi, BMW, Ferrari, Maserati, Mercedes-Benz, Porsche, VW etc. ging Hand in Hand mit den Einsätzen und Erfolgen im Motorsport.

Mit Klaus Horn – ebenfalls in Landau/Pfalz beheimatet – startete man jetzt mit einem 993 GT2 Biturbo im Divinol Cup. Zeitgleich wurden fast alle Teams in der GTP-Rennserie sowie viele Carrera Cup-Teams bei Testfahrten mit Auspuffanlagen von Cargraphic ausgerüstet. Gesamtsiege in der Langstreckenmeisterschaft mit Claude Schons und Friedrich Leinemann im Jahr 2001 sowie Rainer Noller und Jürgen Freinsleben in den Jahren 2002 und 2004 gehören genauso zur Erfolgsliste wie der Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Jahr 2002 mit Peter Paul Pietsch im DMSB GTP Super Sprint. Im Divinol Cup fuhr man zeitgleich mit Klaus Horn in der „großen Klasse“ vorne mit, im Gesamtklassement fehlten hier in den Jahren 2003 und 2004 jeweils nur 0,2 Punkte, um nicht nur den Klassensieg, sondern auch die Gesamtkrone als Meister aller Klassen zu erringen.

Das daraus resultierende starke Engagement im Motorsport war der Auslöser, im Jahr 2002 eine Kooperation zur Produktion von rotationsgeschmiedeten Felgensternen mit der Firma Alutec-Belte AG in Delbrück einzugehen. Dieses Verfahren (vgl. ausführlich in NEUE REIFENZEITUNG 1/2005) ermöglicht, hochfeste und gleichzeitig leichte Felgenvarianten zu produzieren. Individuelle Designs können sowohl für das Label Cargraphic als auch im Kundenauftrag produziert werden. Die Komplettierung der 3-teiligen Räder erfolgt ausschließlich in Landau. Edelstahlaußen- und verstärkte Innenhälften gehören ferner zum Cargraphic-Standard wie extrem hohe Radlasten, um auch alle SUV-Fahrzeuge abdecken zu können.

Die straßenzugelassenen Tuningfahrzeuge aus dem Hause Cargraphic haben sich ebenfalls bei diversen direkten Vergleichstests platziert. So konnte bei der Sport Auto-Wahl zum sportlichsten Auto 2003 in der Kategorie L der 1. Platz belegt werden. Beim Tuner GP 2004 wurde mit dem 3. Platz in der GT-Klasse (als schnellster nicht turbogetriebener Porsche) unter Beweis gestellt, dass pure Motorleistung nicht alles sein muss, sondern vielmehr die Summe aller Komponenten ebenfalls zu einem sehr gelungenen Gesamtpaket führen kann. Dieser selbst auferlegte Qualitätsanspruch soll sich in allen Fahrzeugtypen Cargraphics wiederfinden: Ob es sich um ein Audi-Modell, einen VW Touareg oder auch einen Porsche Cayenne handelt, es wird bei jeder Karosserie-, Felgen- oder Auspuffmodifikation stets darauf geachtet, dass die Fahrzeuge nicht nur über einen Optikgewinn verfügen, sondern auch einen effektiven Vorteil gegenüber dem Serienpendant aufweisen können.

Mit dem Individual-Mercedes-Tuner Domanig aus Großostheim konnte in 2004 ein weiterer Kunde im Schmiederädersegment gewonnen werden. Die angebotenen Aluminiumfelgen sind somit um ein weiteres Design auf nunmehr vier verschiedene Typen angewachsen:

– Die „Bewährte“, auf der härtesten Rennstrecke der Welt erprobte und auch mit dem Rekord von 7,32 Minuten auf dem Nürburgring ausgezeichnete „Racing“-Felge ist lieferbar von 18 bis 20 Zoll in Guss- und Schmiedetechnik bzw. auch in 21 und 22 Zoll ausschließlich im Schmiedeverfahren und in verschiedenen Breiten von 6,5 bis 13 Zoll im Lochkreis 5×98 bis 5×130 mit TÜV.

– Die „Sportive“ ist nur in Gusstechnik erhältlich und nennt sich mit ihren acht Speichen im Y/U-Design „Sport“. Das Rad ist lieferbar in 21 und 22 Zoll in den Breiten 8 bis 11,5 Zoll im Lochkreis 5×112 bis 5×130 in jeder Einpresstiefe mit TÜV.

– Die „Neuheit“ ist die „laufrichtungsgebundene Out-Streaming 5-Speichen Turbinen-Designed“ (O-Ton Cargraphic) „Turbo-R“. Verbesserte Heißluftabführung und bessere Bremsenkühlung bei Fahrzeugen mit entsprechenden Luftführungssystem zeichnen laut Anbieter dieses Rad aus, das in 19 und 20 Zoll im Schmiedeverfahren bzw. in den Breiten 7 bis 13 Zoll im Lochkreis 5×108 bis 5×130 in jeder Einpresstiefe mit TÜV verfügbar ist.

– Die „Elegante“ und nur in Schmiedetechnik verfügbare 10-fach geschlitzte „Domanig“ schließlich ist als 3-teiliges Qualitätsprodukt versehen mit einem zentralen Mitteldeckel. Lieferbar ist dieser Radtyp in 19 und 20 Zoll in den Breiten 7,5 bis 13 Zoll im Lochkreis 5×112 bzw. in 21 und 22 Zoll in den Breiten 8 bis 11,5 Zoll im Lochkreis 5×112 in jeder Einpresstiefe mit TÜV.

Neue Projekte sind angedacht: So sollen ein einteiliges Schmiederad sowie eine Flow-Forming-Aluminiumfelgenschiene mit in das vorhandene Programm aufgenommen werden (Flow-Forming ist eine Spezialität von Alutec-Belte). Das Flow-Forming-Rad soll bedingt durch seine Konstruktion Kunden die Möglichkeit geben, ihre eigenen Raddesigns in kleineren bis mittleren Stückzahlen umsetzen zu können. Sowohl die Gewichtseinsparung gegenüber herkömmlichen Rädern als auch die neue Verfahrenstechnik mit Warmauslagerung werden als wichtige Verkaufsargumente für die Zukunft angesehen.

0 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

An Diskussionen teilnehmen
Hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.