Der ehemalige Verbandspräsident Hans Emigholz ist tot

Von 1972 bis 1982 war der Bremer Reifenhändler Hans Emigholz Präsident des damaligen Deutschen Reifenhändler Verbandes DRV und auch lange Jahre Schatzmeister des ADAC. Am 20. April ist er nach kurzer schwerer Krebserkrankung im 78. Lebensjahr verstorben. Gemeinsam mit seiner Frau, den beiden Söhnen und ihren Familien trauern Mitarbeiter und Weggefährten, die Reifenbranche verliert eine aufrechte, allseits respektierte und menschlich hoch geschätzte Persönlichkeit, die in bester hanseatischer Kaufmannstugend stand.

Mit Hans Emigholz verliert Bremen einen besonderen Unternehmer. Er hat das Familienunternehmen „Emigholz der Reifentreff“ von seinem Vater Theodor übernommen und mit großem Engagement entwickelt. Bis zuletzt war er täglich im Büro, stand seinem Sohn Harald zur Seite und kümmerte sich dabei um die Verwaltung der Immobilien des Unternehmens.

Das Leben von Hans Emigholz bestand nicht nur aus der Arbeit im Unternehmen. In großer Weitsicht schloss er sich bereits 1977 mit einer Reihe von mittelständischen Kollegen zusammen und gründete die „Team Reifen Union“. Dabei wurde er zu einem Vorreiter des Servicegedankens für die Reifenbranche. Seinem unermüdlichen Einsatz ist auch die Entwicklung eines zeitgemäßen Berufsbildes der Reifentechniker zu danken.

Stets hat er sich über die Firma hinaus engagiert. Zum Beispiel im Motorsport. Dabei diente er dem ADAC-Gesamtclub in München sowie dem ADAC Weser-Ems viele Jahre als Schatzmeister, erhielt dort eine Reihe wichtiger Auszeichnungen wie den „Großen Christophorus“, war Mitglied des ADAC-Senats in München, Präsident des deutschen sowie des Weltverbandes seiner Branche und initiierte beispielsweise die Reifenmesse in Essen mit, heute die weltweit größte ihrer Art.

Hans Emigholz hinterlässt in seiner Familie, im Unternehmen, im Freundeskreis, bei Kollegen, Freunden und Bekannten mehr als eine Lücke. Er repräsentierte die zweite Generation der von Theodor Emigholz am 3. April 1929 gegründeten „Dampf-Vulkanisier-Anstalt“ und schuf damit das Fundament für die Entwicklung der heute bedeutsamen Adresse für Reifen, Räder und Fahrwerk im Nordwesten Deutschlands. Noch zu Lebzeiten des Seniors begann Hans Emigholz mit dem Aufbau eines Filialnetzes auf heute 15 Standorte in „Bremen und umzu“, wie man in der Hansestadt an der Weser sagt. Dabei wurde er von seinen beiden Söhnen Harald Emigholz, Eintritt in das Unternehmen 1981, und Jens Emigholz, Eintritt in das Unternehmen 1984, tatkräftig unterstützt. Seit 1996 leitet Harald Emigholz in dritter Generation das Unternehmen mit 155 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

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