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ams testete Notlaufreifensysteme

Wenn es zur Reifenpanne kommt, dann meist in denkbar ungünstigen Situationen: auf der vollen Straße, nachts oder wenn es regnet. Reifen ausgestattet mit der Run-Flat-Technologie (RFT) oder dem Pax-System sollen ein Weiterfahren bis zur nächsten Werkstatt ermöglichen – und das mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h. Während RFT-Reifen dank einer verstärkten Flanke auch ohne Luft ihre Form behalten, setzt das Pax-System auf einen Gummistützring auf der Felgenmitte, mit dem der platte Reifen weiterrollen kann. „auto motor und sport“ testete jetzt die beiden prinzipiell unterschiedlichen Systeme, wobei sich der RFT-Reifen von Bridgestone gegen Michelins Pax-System durchsetzte.

Wie sich die beiden Systeme im Pannenfall bewähren, das wollte auto motor und sport wissen und testete sie. Als Referenz absolvierten beide Testfahrzeuge den Test mit konventioneller Bereifung. Unter anderem weil das von Michelin erfundene Pax-System bei Montage und Aufbau viel Aufwand erfordert, ist RFT deutlich verbreiteter und auch herstellerübergreifend erhältlich (außer von Bridgestone auch von Dunlop, Goodyear, Continental, Pirelli und ebenfalls von Michelin). Tatsächlich hinterließen die RFT-Reifen beim Fahren mit und vor allem ohne Luft einen besseren Eindruck, so die ams-Tester.

Beim plötzlichen Druckverlust der getesteten RFT-Reifen zuckt das Testauto nur kurz, bleibt aber in der Spur und fährt unbeirrt weiter. Reifen mit dem Pax-System erfordern hingegen etwas mehr Lenk- und Fahrvermögen, bis das Fahrzeug wieder seine Spur findet. Im direkten Vergleich schneiden RFT-Reifen sowohl bei Laufleistung, Eigenschaften und Handling besser ab als Pax-Reifen, die darüber hinaus sehr laut sind und nicht nur beim Fahren, sondern auch beim Bremsen teilweise starke Lenkkorrekturen notwendig machen, schreibt die Zeitschrift. Bei RFT-Reifen wie bei Pax-System ist ein Reifen-Kontrollsystem obligatorisch, sonst könnte man leicht übersehen, wenn der Reifen einen Schaden hat.

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