Zulieferer für die Reifenherstellung gibt in China Gas

Der Reifenzulieferer Lanxess will das Wachstumstempo im chinesischen Chemiemarkt erhöhen: Mit einem neuen Joint Venture will die Lanxess AG als erster westlicher Anbieter die Produktion eines Alterungsschutzmittels für Kautschuk starten. Das Joint Venture, an dem die von der Bayer AG vor einigen Wochen abgespaltene Firma als Minderheitsgesellschafterin beteiligt ist, wird das bewährte Produkt voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2006 produzieren. Die Anlage steht in einem Industriepark in Tongling in der chinesischen Provinz Anhui.

Das neue Unternehmen firmiert als Anhui Tong Feng Shengda Chemical Co. Ltd. Produktionspartner ist der Chemikalienhersteller Xinda. Der zweite chinesische Mehrheitsgesellschafter ist der an der Börse in Shanghai gelistete Finanzinvestor Tong Feng. „Wir eröffnen uns mit diesem Joint Venture den Zugang zu dem am stärksten wachsenden Reifenmarkt weltweit“, stellte der für das Asiengeschäft zuständige Lanxess-Vorstand Dr. Martin Wienkenhöver auf einer internationalen Pressekonferenz in Shanghai fest. Für die Reifenindustrie sei Kautschuk der wichtigste Rohstoff. Und mit diesem Joint Venture könne Lanxess seine Führungsposition auf dem chinesischen Markt ausbauen. „Studien zufolge ist die Reifenproduktion in China seit der Jahrtausendwende jedes Jahr um rund 30 Prozent gewachsen“, fügte er hinzu.

Unter dem Dach der Lanxess AG führen 50 Gesellschaften in 18 Staaten den überwiegenden Teil der bisherigen Chemie- und etwa ein Drittel der Polymeraktivitäten des Bayer-Konzerns fort. Lanxess gehört mit einem umfangreichen Produktportfolio aus den Bereichen Polymere sowie Basis-, Spezial- und Feinchemikalien zu den bedeutenden Chemie- und Polymeranbietern Europas. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2004 erwirtschaftete LANXESS einen Umsatz von ca. fünf Milliarden Euro. Der Konzern beschäftigte weltweit ca. 19.600 Mitarbeiter, davon 1.800 in der Region Asien/Pazifik. In China ist Lanxess bisher mit drei Produktionsstandorten in Shanghai, Qingdao und Wuxi vertreten.

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