Aus EMT wird die „RunOnFlat“ Technology

Vor 16 Jahren hatte Goodyear auf der damaligen Corvette den Ahnherrn der heutigen seitenwandverstärkten Notlaufreifen präsentiert. Die Technologie hieß seitdem EMT (Extended Mobility Technology), mittlerweile aber hat sich diese Technologie dramatisch weiterentwickelt, so dass sich das Kürzel EMT überlebt hat. Mit Präsentation des neuen Sommerreifentyps Excellence, den Goodyear auch in die Erstausrüstung liefert, erhalten die Reifentypen mit dieser Technologie nicht mehr den Zusatz EMT, sondern „RunOnFlat“. Die drei ersten bereits verfügbaren und selbstverständlich auch im Ersatzgeschäft vertriebenen Excellence-Ausführungen mit der „RunOnFlat Technology“ haben die (BMW-)Größen 205/55 R16, 225/50 R16 und 205/50 R17, vier weitere Größen werden noch in diesem Frühjahr folgen.

Kein Reifenhersteller hat bislang weltweit so viele Reifen mit dem Zusatznutzen, auch bei einem Reifenschaden mit völligen Luftverlust noch eine gewisse Distanz bei einer definierten Geschwindigkeit weiterfahren zu können, produziert und ausgeliefert wie Goodyear. Die Reifen sind millionenfach auf den Straßen und Beleg für das auf allen Ebenen erarbeitete Know-how. Dieser Erfahrungsvorsprung ist es auch, der Holger Rehberg – bei Goodyear in Deutschland im Bereich Technik und Schulung verantwortlich – sicher macht, dass im Wettbewerb seine Marke die komfortabelsten Reifen herzustellen in der Lage ist. Denn das war die Crux der ersten Vorläufer heutiger Notlaufreifen und also auch der „RunOnFlats“: Sie waren wegen der steifen Seitenwand (unter anderem) recht unbequem für den Verbraucher. Für Rehberg haben die „EMT-Reifen“ der ersten Generation so wenig mit den heutigen seitenwandverstärkten Reifen zu tun, dass sie auch nicht mehr den gleichen Namen tragen sollten. Es ist wohl aber auch darauf hinzuweisen, dass „Extended Mobility Technology“ nicht gerade einfach zu kommunizieren ist.

Dabei hat der Erstausrüstungspartner Goodyears (und anderer) BMW – auf dem Gebiet von Reifentypen unter den Automobilherstellern führend – in seinen Lastenheften für die einzelnen Modellreihen Komfort gar nicht auf die oberste Stufe der Prioritätenliste gesetzt, sondern „Trockenperformance“. Und weil der Eagle NCT 5, der jetzt durch den Reifentyp „Excellence“ abgelöst wird, dieser Forderung von BMW trotz aller Optimierungsbemühungen kaum noch hätte entsprechen können, war es an der Zeit, einen Reifentyp zu entwickeln, der sowohl mit konventioneller als auch mit verstärkter Seitenwand auf der Höhe der Zeit ist, wenn nicht sogar bereits den Anforderungen der nahen Zukunft entspricht (Goodyear nennt den Excellence den „Reifen von morgen“). In etwa zwei Jahren wird BMW auch das letzte Modell in Serie auf Notlaufreifen stellen, dann wird Goodyear für alle Modellreihen adäquate Bereifungen haben. Das war kürzlich beim neuen 1er der Fall und wird sich in wenigen Wochen beim neuen 3er wiederholen.

Dabei fährt Goodyear – wie auch die anderen Premiummarken – natürlich mehrgleisig, weiß man doch, dass es zwar in den Lastenheften gewisse markenübergreifende Trends gibt, aber zum Beispiel Audi für Erstausrüstungs(sommer)reifen wenigstens minimale Wintereigenschaften verlangt und bei Mercedes-Benz beispielsweise der Komfortaspekt einen überdurchschnittlich hohen Stellenwert hat. Und so nennt Goodyear „Mercedes-Benz, Alfa Romeo und VW“ als Entwicklungspartner der aktuellen Generation pannensicherer Reifen, die durchaus abweichende Philosophien bei der Auslegung von Reifen verfolgen.

Dass Notlaufreifen nicht nur die Bedürfnisse der Erstausrüstungskunden erfüllen, sondern auch der Endverbraucher, hat Goodyear bei Befragungen von mehr als 40.000 Menschen in Europa herausgefunden: 74 Prozent erwarten von ihren Bereifungen in erster Linie „Sicherheit“, dann folgen Komfort (63%) und Performance (46%). Dieses Lastenheft hat der Konsument geschrieben. Der neue „Excellence“ und speziell der mit der RunOnFlat-Technologie soll dem gerecht werden.

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