„HSR1“ ist laut Conti der leiseste Lkw-Lenkachsreifen auf dem Markt

Continental hat sich als Ziel gesetzt, europaweit zum bevorzugten Lieferanten von Lkw-Reifen zu werden. Aus diesem Grund stellt sich das Unternehmen eigenen Aussagen zufolge auf die „anspruchsvollen und komplexen Bedürfnisse der Kunden im Händler-, Fuhrpark- und OE-Bereich“ ein. Der maximale kommerzielle Nutzen der Kunden stehe dabei stets im Vordergrund. Das Unternehmen will mit seinen Produkten der Marken Continental, Uniroyal, Semperit und Barum deshalb beispielsweise eine bessere Investitionsrendite und günstigere Unterhaltskosten für Fuhrparkbetreiber erreichen. Wichtig sind dem Reifenhersteller darüber hinaus offensichtlich aber auch die sonstigen Leistungswerte seiner Pneus. Denn man weist jetzt beispielsweise darauf hin, dass der Conti-Lenkachsreifen „HSR1“ (Heavy Truck, Steer-Axle Tyre, Regional Traffic) für schwere Lkw im Regionalverkehr bei Tests im unternehmenseigenen Akustiklabor mit einem besonders leisen Abrollgeräusch glänzen konnte. In Vorbeifahrtests erzeugte der „HSR1“ bei der Referenzgeschwindigkeit von 70 km/h demnach einen Geräuschpegel von 69 dB(A), womit der gesetzlich festgeschriebene Grenzwert um das Siebenfache unterschritten werde. „Unter allen Lenkachsreifen auf dem Markt ist der ‚HSR1’ derjenige mit der geringsten Geräuschentwicklung“, folgert der Hersteller aus den Tests.

Laut Conti ist bei einem Lkw auf trockener Straße ab 60 km/h das Rollen der Reifen die dominierende Geräuschquelle. Und obwohl dieser Lärm in erster Linie durch die Struktur der Fahrbahnoberfläche entstehe, spiele das Reifenprofil bei der Geräuschreduzierung doch eine wichtige Rolle. „Aktuelle Vorgaben in der EU-Gesetzgebung haben die Entwicklung von Reifen mit geringem Abrollgeräusch zusätzlich forciert: Seit September 2003 müssen neu auf den europäischen Markt gebrachte Reifen speziell zugelassen und mit einer e4-s-Prüfnummer versehen sein. Weiterhin müssen seit Februar 2004 alle neu zugelassenen Fahrzeuge mit geräuschzertifizierten Reifen ausgerüstet sein, und ab Februar 2005 gelten die Vorgaben sogar für alle Fahrzeuge im Straßenverkehr“, erklärt der Hersteller die Wichtigkeit des Themas der vom Reifen-/Fahrbahnkontakt ausgehenden Geräuschemissionen. Die Zertifizierung der Lkw-Reifen erfolgt demnach in die Klassen C2 (leichte Lkw) und C3 (schwere Lkw) – für C2 liegen die Geräuschgrenzwerte zwischen 75 und 78 dB(A) und für C3 bei 76 bis 79 dB(A).

Neben dem Reifenprofil beeinflussen – so Conti – auch die Größe und der Aufbau der Reifen die Geräuschentwicklung – maßgebend sei jedoch der Lärmpegel für die „lauteste“ Reifengröße. Deshalb meldet der Hersteller bei der Zertifizierung in jeder Kategorie die jeweils größten Reifen für die Prüfung an. Mit sehr wenigen Ausnahmen hätten dabei alle Schwerlastwagenreifen von Continental die e4-s-Zertifizierung erhalten, heißt es dazu aus Hannover. „Der ‚HSR1’ erzielt seinen niedrigen Geräuschpegel durch die von Continental speziell gestaltete Profilgeometrie mit geraden Rillen“, erklärt Dieter Horni, Leiter Marketing und Vertrieb Ersatzgeschäft Continental Truck Tyres in Deutschland. „Abgesehen von den offensichtlichen Vorteilen der geringeren Lärmbelastung der Anwohner an viel befahrenen Lkw-Strecken, wissen vor allem die Busbetreiber das leisere Innengeräusch für ihre Fahrgäste zu schätzen.“ Dabei sollen sich die optimierten Geräuscheigenschaften des Reifens nicht nachteilig auf dessen übrige Leistungswerte – beispielhaft genannt werden etwa die Kilometerleistung oder die Nassgriffeigenschaften – auswirken. Der bereits im Frühjahr 2002 vorgestellte „HSR1“ hat Conti-Angaben zufolge technische Freigaben der Lkw-Hersteller DAF, Iveco, MAN, Mercedes, Renault, Scania und Volvo.

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