Kommt doch kein Einheitsreifen in der Formel 1?

Formel 1-Reifen sorgen derzeit wieder für Schlagzeilen. Dank der neuen Regeln werden mehr Reifen denn je getestet. „Von Kostensenkungen könne nicht die Rede sein,“ schreibt f1welt.com. Sieben Formel 1-Rennställe rücken in der kommenden Saison auf Michelin-Reifen aus. Zwei weitere Bridgestone-Teams (Jordan und Minardi) haben sich im vergangenen Jahr den Kostensenkungsbestrebungen dieser Michelin-Teams angeschlossen. Da zudem auch der Motorsportweltverband FIA auf einen Einheitsreifenhersteller drängt, erscheine es fast logisch, dass selbst der Widerstand der Scuderia Ferrari bröckeln wird, die unbedingt die immensen Investitionen, die sie und ihr Partner Bridgestone in den vergangenen Jahren getätigt haben, schützen wollen, so das Medium weiter.

Doch da gibt es beim Einführungsbestreben eines Einheitsreifen noch zwei „kleine“ Häkchen, so f1welt.com weiter: die Reifenhersteller selbst. Und diese hegten beide keinerlei Interesse daran die F1-Bühne zu verlassen. Michelin bestehe sogar vehement darauf, nur bei einem Reifenwettbewerb weiter dabei sein zu wollen. Entsprechend scheint nun auch FIA-Präsident Max Mosley, der erkannt habe, dass der Reifenkrieg einer der größten Kostenverursacher in der Formel 1 Welt ist, wieder von seiner Idee eines Einheitsreifens abzuweichen. „Der Reifenkrieg killt nicht nur den Wettbewerb in der F1 und hält die kleineren Teams davon ab, weiter vorne mitzufahren, sondern ist es auch der größte Kostensparpunkt den wir angehen können“, verriet ein verärgerter Teamchef in der letzten Ausgabe des Autosport Magazines. „Der Reifenkrieg kostet zehnmal mehr als alles andere“, wettert er weiter über den angeblichen Richtungswechsel bei der FIA. „Es ist kein Problem bei den kleineren Dingen Kosten zu sparen (etwa bei den exotischen Materialien), aber es ist sinnlos mit dem Reifenkrieg fortzufahren und es ist absolut gegen alles was Max in den letzten Jahren gepredigt hat.“

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