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„TireCon“ verspricht mehr Transparenz im Fuhrpark

Im Rahmen der Reifenmesse 2002 machte die Media Multiplex GmbH erstmals mit ihrer Fuhrparkmanagementsoftware „TireCon“ auf sich aufmerksam. Jetzt hat sich das in Aue beheimatete Unternehmen als Ziel gesetzt, diese als Standardlösung für die Reifen- und Fahrzeugbranche im europäischen Markt zu etablieren. Fuhrunternehmen, Pkw-, Lkw-, Bus- und sonstige Fahrzeugflotten, Reifenhändler, Service- und Handelsketten sowie Leasinggesellschaften soll damit eine unabhängige Plattform für interne und externe Nutzung an die Hand gegeben werden. „Deshalb wurde ‚TireCon’ in der Zwischenzeit komplett umgebaut und auf Browserfähigkeit getrimmt. Das bedeutet, dass es sich dabei nun um eine webbasierte Anwendung handelt und zur Nutzung lediglich ein Internetzugang und ein Browser vorhanden sein muss“, erklärt Alexander Murad von der Media Multiplex GmbH auf Nachfrage. Außerdem sollen Detailverbesserungen etwa beim Design hinzugekommen sein, und auch die Arbeitsabläufe wurden demnach dank Praxis-Feedback optimiert.

Als „besonders interessant“ im Zusammenhang mit der Etablierung von „TireCon“ als Internetplattform hebt der Anbieter vor allem aber die „geringe Nutzungsgebühr“ für das System hervor. Hohe Investitionen für den Kauf von Branchensoftware könnten somit entfallen, heißt es. Die konkreten Kosten berechnen sich dabei unter anderem nach der Anzahl der zu verwaltenden Fahrzeuge oder der genutzten Module. Bei Nutzung der Flottenmanagementoption fällt beispielsweise ein höherer Betrag an als ohne. In jedem Falle ist jedoch eine gewisse monatliche Login-Gebühr fällig. Sobald das Portal online geschaltet ist (voraussichtlich März) und jeder Interessierte darauf zugreifen kann, soll auf den Seiten aber auch ein Tool zur Verfügung stehen, mit dem die zu erwartenden Nutzungskosten in Abhängigkeit von Parametern wie etwa der Fuhrparkgröße kalkuliert werden können. „Für einen Fuhrpark mit 50 Fahrzeugen und einen Arbeitsplatz beträgt die monatliche Nutzungsgebühr – ohne weitere Zusatzkosten – 65 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer“, rechnet Murad ein einfaches Beispiel für die Standardvariante vor.

Da das freie System noch nicht online geschaltet sei, habe man – so Murad – zwar in diesem Bereich noch keine Kunden, doch einige große, noch ungenannt bleiben wollende Gesellschaften hätten es bereits mit jeweils unternehmensspezifischen Anpassungen in Betrieb. Damit ist für den Anbieter klar, dass allen Anwendergruppen mit „TireCon“ ein unabhängiges, flexibles Arbeits-, Controlling-, Kommunikations- und Serviceportal zur Verfügung stehe, das mittels Schnittstellen problemlos in bestehende Systeme (z.B. Warenwirtschaftssysteme) integriert werden könne. „In zahlreichen Gesprächen mit allen Interessensgruppen wurde die Notwendigkeit erkannt, dass eine unabhängige Standardlösung in der Reifen- und Fahrzeugbranche den unterschiedlichsten Verbrauchern und Dienstleistern ein Instrument in die Hand gibt, relevante Daten zu erfassen, mit der notwendigen Transparenz auszuwerten und mit der Internetplattform optimal zu kommunizieren“, erklärt die Media Multiplex GmbH die Motivation zur Entwicklung von „TireCon“.

Einer der Schwerpunkte dabei war folglich, im Flottengeschäft engagierten Firmen mit dieser Plattform ein Tool anbieten zu können, das über die Auswertung realer Daten und in Abhängigkeit von Parametern wie Hersteller, Profil, Einsatzzweck, Fahrzeugart, Achsposition usw. die Beantwortung der Frage nach der jeweils wirtschaftlichsten Reifenlösung für eine bestimmte Aufgabenstellung gestattet. Zu diesem Zweck werden mittels der Software alle Informationen bezüglich jedes einzelnen Reifens festgehalten, was letztendlich einerseits eine lückenlose Dokumentation seines Lebenszyklus erlaubt und andererseits eine Analyse der Reifendaten nach einer Reihe von Kriterien (etwa nach Fahrzeugen, Fahrer, Kunden, Reifenhersteller etc.) gewährleistet. Die in einem Fuhrpark anfallenden Reifenkosten werden damit transparenter – ein in Zeiten wachsenden Kostendrucks im Transportgewerbe nicht unwesentliches Argument. „Das Erschließen von Kosteneinsparungspotenzialen ist für ein wirtschaftliches Arbeiten unablässig. Durch die Auswertung unternehmensspezifischer Daten mittels ‚TireCon’ sind jederzeit Rückschlüsse auf Wirtschaftlichkeit und Produktqualität möglich“, versprechen die ostdeutschen Softwareentwickler.

Aber nicht nur Flottenbetreiber könnten – so das Unternehmen aus Aue weiter – mit „TireCon“ ihre Fuhrparkverwaltung, ihr Reifen- und Fahrzeugmanagement bzw. die Karkassenverwaltung steuern. Die Plattform eigne sich genauso zur Fuhrparkanalyse, wobei von einer bis zu 80-prozentigen Zeitersparnis bei der Verwendung von „TireCon“ die Rede ist. Einen Beitrag dazu liefert demnach die Möglichkeit einer automatischen Übermittlung der mit elektronischen Messgeräten direkt an den Fahrzeugen aufgenommenen Daten wie Luftdruck oder Profiltiefe an das System. „Der Wert von 80 Prozent Zeitersparnis ist eine Schätzung von Usern, die mit ‚TireCon’ bereits gearbeitet haben. Werden die Daten an einer Reifenservicestation beispielsweise per Funk in das System übertragen, stehen sie einem Anwender mit den entsprechenden Zugriffsrechten etwa in der Fuhrparkzentrale damit unmittelbar zur weiteren Information, Auswertung oder Ähnlichem zur Verfügung“, erläutert Murad die realisierbaren Zeitvorteile eingehender. Umständliches und damit zeitintensives Einpflegen von Daten in Handarbeit könne somit entfallen. Aber auch bereits vorhandene Daten sollen sich mühelos in das elektronische System übertragen lassen, womit man eine Migration von bestehenden Systemen so einfach wie möglich gestalten will. „Darüber hinaus ist das Einlesen von Kilometerdaten über Tankkartenanbieter möglich“, will die Media Multiplex GmbH die Flexibilität der Anwendung weiter unterstreichen.

„Dank der Realisierung als Internetplattform ist die Kommunikation verschiedener Partner durch Administration von Benutzerrechten weltweit möglich“, sagt das Unternehmen. Somit biete „TireCon“ den verschiedenen Verbrauchern und Dienstleistern in der Reifenbranche die Möglichkeit, alle relevanten Daten zu erfassen, mit der notwendigen Transparenz auszuwerten und für einen schnellen Informationsaustausch bereitzustellen. Eine wichtige Rolle dabei spielt außerdem die modulare Konzeption der Software. Dies soll sicherstellen, dass sich das aus der Praxis heraus entwickelte und – wie es heißt – umfangreich getestete Programm aufbauend auf einer Standardvariante dem Baukastenprinzip folgend für alle Anwenderprofile im Reifen- bzw. Fahrzeuggeschäft erweitern bzw. anpassen lässt. Um den Anforderungen im europäischen Flottengeschäft gerecht zu werde, setzt man bei „TireCon“ darüber hinaus auf eine durchgängige Mehrsprachigkeit. Varianten in Deutsch und in Englisch sind bereits jetzt verfügbar, bei Bedarf – so Aussagen Murads – könne kurzfristig aber auch eine Version in jeder beliebigen anderen Sprache realisiert werden.

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