Unfallvermeidung dank Aircept-Technologie

Das gemeinsam von Bridgestone und DaimlerChrysler entwickelte Reifen-Notlaufsystem Greatec Mega Drive mit Aircept, das seit Ende letzten Jahres auf dem neuen Actros in der Erstausrüstung verbaut wird, wurde zum ersten Mal im deutschen Güterverkehr ausgelöst und bewahrte Fahrer, Lkw und nachfolgenden Verkehr auf der Autobahn vor Schäden. Dies zeigt, dass unangenehme und gefährliche Begleiterscheinungen bei „Reifenplatzern“ für Fahrer und Lkw schon bald der Vergangenheit angehören können. Die oft getestete Technologie bewies damit auch in der Praxis ihre Zuverlässigkeit und Effektivität.

Gefahr mit Vorwarnung und unmittelbarer Hilfe

Morgens 5:00 Uhr auf der A1 zwischen Osnabrück und Bremen. Kurz vor der Abfahrt Wildeshausen passiert es: Actros-Fahrer Frank Wachtelt von der Bremer Spedition Schilling & Uhlhorn, mit 20 Tonnen Ladung auf Achse, hört bei etwa 80 km/h einen Knall, in der gleichen Sekunde löst das Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS) eine entsprechende Warnung optisch sowie akustisch aus. Wachtelt weiß sofort, was dies bedeutet. Einer der Reifen auf der Antriebsachse seines wenige Monate alten Actros 4×2 ist beschädigt. „Ohne Fahrzeugneigung wie man es von der Zwillingsbereifung kennt und ohne Ausbrechen“, so Wachtelt, „brachte ich meinen Sattelzug samt Auflieger nach etwa 150 Metern sicher auf der Standspur zum Stehen.“

Sofort inspiziert Wachtelt sein Fahrzeug, um sich die Ursache und den entstandenen Schaden näher anzuschauen. Dem betroffenen Reifen auf der Antriebsachse ist fast nichts anzusehen, der Luftdruck scheint erst auf den zweiten Blick geringer als normalerweise zu sein, der Reifen hat seine Form behalten und weist beim ersten Betrachten keinen Schaden auf. Tatsächlich hat ein scharfkantiger Gegenstand einen Riss in der Lauffläche verursacht, die Aircept-Technologie ist sofort ausgelöst worden und hat Reifen wie Fahrzeug mit etwa vier bar Luftdruck gegenüber normalen neun bar stabilisiert.

Jetzt, wo normalerweise ein zerfetzter Reifen, eine defekte Felge und ein fahruntüchtiger Lkw mitsamt Fahrer auf externe Hilfe vor Ort angewiesen sind, stundenlange Wartezeit und ein langer Rückstau obligatorisch wären, kann Wachtelt auf schnelle und kompetente Hilfe setzen. Unmittelbar nach Begutachtung des Schadens kann er dank der neuen Reifentechnologie aus eigener Kraft die nächste Werkstatt anfahren, wie er es bei der Bridgestone-Schulung zur Aircept-Technologie gelernt hat.

Wachtelt ruft in der speditionseigenen Werkstatt an und bespricht den Fall mit dem Werkstattmeister, der ihm ebenfalls rät, mit dem beschädigten Reifen zum 35 Kilometer entfernten Truck Point-Reifenfachhändler Reifen Günther zu fahren. Gesagt, getan.

Während der Fahrt des Sattelzuges mit einer Geschwindigkeit von 55 bis 60 km/h bewegt sich das Fahrzeug, so Wachtelt, als ob der Reifen gar nicht beschädigt worden wäre. „Ich habe ein paar Mal in den Rückspiegel geschaut, aber da war absolut nichts zu bemerken.“

Während Wachtelt mit einer maximalen Geschwindigkeit von 60 km/h zum Truck Point-Händler fährt, ruft ein parallel verständigter Mitarbeiter aus der Notrufzentrale von Service Europe direkt bei Reifen Günther an, um den bevorstehenden Reifenwechsel anzukündigen. Eine gute halbe Stunde später kommt Wachtelt bei Reifen Günther im nicht weit entfernten Twistringen an.

Geschultes Fachpersonal beim Truck Point-Händler

Bei seinem Eintreffen wird Frank Wachtelt bereits erwartet. Schnell ist der Auflieger abgekoppelt, die Zugmaschine in der Box zum Reifenwechsel. „Die Felge ist unbeschädigt, der Reifen dank Aircept-Technologie formstabil geblieben“, weiß Filialleiter Andreas Niehoff zu berichten. „Trotz oder gerade wegen der Aircept-Technologie ist der Reifenwechsel in kurzer Zeit erfolgt. Da hat sich die Schulung, die speziell für diese neue Technologie von Bridgestone für Truck Point-Händler angeboten wurde, gleich bezahlt gemacht“, ergänzt Niehoff.

Insgesamt sind seit der Warnung über RDKS bis zum Verlassen der Werkstatt nur 2,5 Stunden vergangen. Viel wichtiger aber ist die Tatsache, dass Mensch und Material zu keiner Zeit gefährdet waren, der Lkw mit schwerer Ladung aus eigener Kraft mit einem defekten Reifen noch fast 35 Kilometer fahren konnte und ihm dank Service Europe und einem kompetenten Truck Point-Händler schnell, kompetent, vor allem aber nichts dem Zufall überlassend geholfen wurde.

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