Bei der „Dakar“ siegte wieder BFGoodrich

Bei der 27. Ausgabe des Rallye-Klassikers „Dakar“ ging die Michelin-Marke BFGoodrich als Reifenpartner der Werksteams von Volkswagen, Mitsubishi und Nissan an den Start. Die Reifenmarke verfügte damit schon vor dem Start über die besten Aussichten, ihre Erfolgsserie von fünf Siegen in den vergangenen sechs Jahren bzw. dem vierten Sieg in Folge weiter auszubauen, zumal sich auch die meisten Privatiers für BFGoodrich entschieden. Und so war bei der Siegerehrung das Podium völlig in der Hand von BFGoodrich: Auf dem Podest die beiden Mitsubishi-Piloten Peterhansel und Alphand vor der Deutschen Jutta Kleinschmidt (VW), der siegreiche Reifentyp war bei allen 3 der Baja T/A Rock in 235/85 R16. Übrigens reichte die Liste derer, die auf BFGoodrich ins Ziel kamen, bis zu Rang sechs.

Kompakt, aber trotzdem knallhart: Auch die 28. „Dakar“ machte ihrem Ruf einmal mehr alle Ehre, die härteste Herausforderung zu sein, die im modernen Motorsport existiert. Auf dem 8.956 Kilometer langen Weg von Barcelona bis in die Hauptstadt des Senegals bewies sich auch in diesem Jahr eine der ältesten Weisheiten der Rennerei: „To finish first, you first have to finish“ – wer das Ziel als Erster erreichen will, muss zuallererst das Ziel erreichen. Stéphane Peterhansel wusste wie: Mit klugem Kalkül hielt sich der Vorjahressieger aus heißblütigen Positionskämpfen heraus und sicherte sich dadurch – Erfolge als Motorradfahrer eingerechnet – seinen neunten (!) Dakar-Sieg. Auf Platz zwei erreichte der ehemalige Ski-Abfahrt-Weltmeister Luc Alphand in einem weiteren Mitsubishi Pajero das Ziel. Jutta Kleinschmidt – „Dakar“-Siegerin von 2001 – erkämpfte sich mit ihrem VW Race Touareg einen überaus beachtenswerten dritten Rang.

Wer sie auf die leichte Schulter nimmt, hat bereits verloren: Die „Dakar“, berühmtester Marathon-Raid der Welt, zeigte sich auch in diesem Jahr wieder von ihrer besonders gnadenlosen Seite. Viele, die auf den ersten Metern bereits wie Anwärter auf den Sieg aussahen, mussten nur wenig später einsehen: schnell sein allein genügt nicht – mindestens ebenso wichtig ist es, irgendwann plötzlich zu schnell zu sein …

Prominente Beiträge zu diesem Thema können auch nach der diesjährigen Ausgabe einige Dakar-Teilnehmer leisten, die sich im Motorsport bereits einen wohlklingenden Namen gemacht haben – wie zum Beispiel Collin McRae, der ehemalige Rallye-Weltmeister, oder US-Boy Robby Gordon: Der NASCAR-Star aus Kalifornien, der zuvor in seinem Heimatland mehrfach die ebenfalls berühmte „Baja California“ gewonnen hatte, übernahm wohl auch zu seiner eigenen Überraschung schon früh die Führung in der Gesamtwertung, büßte diese kurz an McRae ein, um sie auf Etappe fünf wieder zurückzuerobern – und schließlich weit zurückzufallen. Doch auch Routiniers mussten früh die Segel streichen wie zum Beispiel Hiroshi Masuoka und sein deutscher Beifahrer Andreas Schulz: Sie demolierten auf der vierten Etappe die Radaufhängung ihres Pajero nachhaltig und fielen zurück. Ein Überschlag beendete die Veranstaltung für den Gesamtsieger von 2002 und 2003 wenige Tage später.

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