Schwaches China: Michelin führt Kurzarbeit ein

Michelin hat seine Reifenproduktion im Jointventure in Shanghai auf Kurzarbeit umgestellt. Das jedenfalls meldet Dow Jones in seiner neuesten Ausgabe unter Berufung auf chinesische Medien. Die Maßnahme gelte bereits seit mehr als einem Monat und sei auf den „drastischen Rückgang der Verkäufe auf dem chinesischen Fahrzeugmarkt“ zurückzuführen, so die South China Morning Post. Die Produktion werde vermutlich noch einen oder zwei weitere Monate stillstehen, zitiert das Blatt einen nicht genannt werden wollenden leitenden Angestellten der Shanghai Tyre and Rubber, einem staatlichen Reifenhersteller, dem 30 Prozent am Jointventure-Unternehmen Shanghai Michelin Warrior Tyre gehört.

Die Quelle nannte „weitere harte Zeiten“ als Grund für diese Entscheidung. Seit seiner Gründung in 2001 habe das Jointventure-Unternehmen noch keine Gewinne abgeworfen. Ein Michelin-Sprecher aus Clermont-Ferrand hingegen sagte, es handele sich lediglich um eine „Verlangsamung“ der Produktion, da sich der Markt ebenfalls verlangsame. Näher eingehen wollte der Sprecher allerdings nicht auf das Thema. In Shanghai stellt Michelin gemeinsam mit seinem Partner Pkw-Reifen radialer Bauweise der Marke Warrior für den chinesischen Markt her; in der jüngsten Vergangenheit wurden dort die Kapazitäten stark ausgebaut. Darüber hinaus betreibt der französische Reifenhersteller in China ein weiteres Jointventure, in dem Michelin-Reifen produziert werden.

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