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Mechaniker Reifen-/Vulkanisationstechnik: Ausbilder/Azubis gesucht

Zu den begehrtesten Ausbildungsbetrieben für Schulabgänger mit Hauptschulabschluss oder mittlerer Reife gehören Autohäuser und die Vertragswerkstätten der Automobilindustrie. Der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) weist aber darauf hin, dass auch der Reifenfachhandel eine anspruchsvolle Ausbildung bietet. Seit der Neuordnung des Berufsbildes im vergangenen Jahr werde außerdem der Tatsache ganz besonders Rechnung getragen, dass Autos immer komplexer und die Ansprüche an den Service damit umfangreicher und anspruchsvoller werden. „Die seit 1. August 2004 von der Reifenfachhandelsbranche angebotene Ausbildung zum Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik schafft eine solide Grundlage, um den Anforderungen der modernen Fahrzeugtechnik gerecht zu werden“, sagt der Branchenverband.

Angefangen bei der Montage und Demontage von Reifen und Rädern über den Umgang mit Reifendruckkontrollgeräten bis hin zum Überprüfen der Bremsanlage lernen die Auszubildenden demzufolge, für Sicherheit und Fahrkomfort ihrer Kunden zu sorgen. Dabei sieht die dreijährige Ausbildung im letzten Lehrjahr eine Spezialisierung vor. Nach der zweijährigen Grundausbildung können die Mechaniker in spe zwischen den Fachrichtungen Reifen- und Vulkanisationstechnik wählen: Im Bereich Reifentechnik werden Spezialkenntnisse wie z.B. Vermessen der Achsen sowie Wartung/Instandsetzung von Abgas- und Klimaanlagen oder Optimierungsarbeiten am Fahrwerk und Umrüstung von Fahrzeugen auf Sonderräder/-reifen bzw. Fahrzeugtuning vermittelt – das Arbeitsgebiet Vulkanisationstechnik beinhaltet insbesondere die Instandsetzung von Reifen und Schläuchen aller Fahrzeugarten, das Erneuern von Reifen, die Wartung und Instandsetzung von Fördergurten sowie die Herstellung und Instandsetzung von Gummiauskleidungen und -belägen.

In beiden Fachrichtungen spielen nach Aussagen des BRV kompetente Kundenberatung und Umgang mit Qualitätsmanagementsystemen sowie modernen Informations- und Kommunikationstechniken eine entscheidende Rolle. „Die Zukunft der Reifenfachhandels- und Reifenhandwerksbranche wird entscheidend davon abhängen, ob wir unseren Job in Zeiten steigender Anforderungen mit exzellent ausgebildetem Personal bewältigen. Die neue Ausbildungsverordnung ist insofern ein fundamentaler Beitrag zur Zukunftssicherung. Jetzt gilt es allerdings, die Chancen zu nutzen, die sich hieraus ergeben“, unterstreicht Peter Hülzer, geschäftsführender Vorstand des Bonner Verbandes, der trotz der seit In-Kraft-Treten der neuen Ausbildungsverordnung um rund 20 Prozent gestiegen Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge noch nicht ganz zufrieden mit der Resonanz in der Branche ist.

„Nun liegt es an den Betrieben, die Verordnung mit Leben zu füllen, indem wir mehr jungen Leuten einen Startplatz ins berufliche Leben zur Verfügung stellen“, sagt Hülzer, der aber auch in Richtung der Schulabgänger des laufenden Abschlussjahres appelliert. „Die Ausbildung zum Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik stellt den großen Facettenreichtum einer Tätigkeit ‚rund ums Automobil’ im Allgemeinen und ‚rund um Rad und Reifen’ im Speziellen dar. Ausbildungsfähige und -willige junge Menschen können sicher sein, einen Beruf mit Perspektiven zu wählen, wenn sie sich für diese Ausbildung entscheiden“, ist er überzeugt. Potenziellen Ausbildern als auch Schulabgängern, die am Berufsbild „Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik“ interessiert sind, soll der Internetauftritt www.bundesverband-reifenhandel.de (Rubrik: Aus- und Weiterbildung) vertiefende Informationen zu dessen Voraussetzungen und Lehrinhalten vermitteln – auch eine Liste ausbildender Betriebe wird hier bereitgehalten.

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