Printronix-Drucker sollen Pirelli-Reifenproduktion beschleunigen

Bei der Pirelli Deutschland AG werden am Firmenstandort Breuberg im Odenwald täglich etwa 23.000 Pkw-Reifen produziert, und aufs Jahr gesehen verlassen dort 7,6 Millionen Pkw- und 1,8 Millionen Motorradreifen das Fließband. Damit ein solch hoher Durchsatz erreicht werden kann, muss ein nahtloser Ablauf zwischen den einzelnen Produktionsschritten von der Anlieferung der Reifenrohmaterialien bis hin zum Verlassen der Vulkanisationsform eines neuen Reifens gewährleistet sein. Um die diversen Materialien und Halbzeuge innerhalb der Produktion richtig zu verteilen, werden diese bei Pirelli auf speziellen Transportgestellen befördert, die jeweils mit einem Barcode-Etikett versehen sind. Dieses Etikett gibt Auskunft über den aktuellen Status in der Produktionskette. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sich die Barcodes jederzeit eindeutig auslesen lassen.

An dieser Stelle kommt die Computer OEM Trading (COT) GmbH ins Spiel, die dem Reifenhersteller die Verwendung von Druckern aus dem Hause Printronix empfahl. Denn an die Geräte werden im rauen Produktionsumfeld besondere Anforderungen gestellt. „Im Mischungsbereich kann es beispielsweise schnell zu Temperaturen bis 40 Grad Celsius kommen, und außerdem wird teilweise in extrem staubhaltiger Luft gearbeitet“, weiß der Druckerspezialist. Aber auch unter solchen Betriebsbedingungen muss sichergestellt sein, dass sich die Barcodes auswerten lassen. Durch nicht identifizierbare Etiketten könnten unter Umständen die für einen bestimmten Produktionsschritt benötigten Materialien ansonsten nicht zu ihrem Bestimmungsort gelangen, was in der Folge schlimmstenfalls zu Produktionsausfällen führen würde.

„Wir haben uns für Printronix entschieden, weil diese Hochleistungsdrucker alles bieten, was wir von einem Industriedrucker verlangen“, sagt Wolfram Grulich, verantwortlich für die IT-Infrastruktur bei Pirelli Deutschland, und ergänzt: „Sie sind robust, variabel anschließbar und bieten ein längeres Farbband, das dadurch auch seltener gewechselt werden muss.“ Zudem hätte sich die COT-/Printronix-Lösung problemlos in das bestehende Produktionsumfeld und das IT-Netzwerk des Unternehmens eingefügt. Insgesamt werden bei Pirelli 37 insgesamt Printronix-Thermodrucker betrieben, die – eingebunden über Parallelports oder Wireless-LAN – mit einer Druckgeschwindigkeit von über 200 Millimetern pro Sekunde und einer Auflösung von rund 200 dpi arbeiten. Sie drucken Etiketten im Format 4×6 Zoll, 4×12 Zoll und 8×12 Zoll, die außer dem Barcode auch mit der Materialbezeichnung, dem Lagerplatz und der maximalen Lagerzeit jedes einzelnen Produktes versehen sind.

Durch die täglich etwa 3.800 Etiketten soll ein FIFO-Ablauf („First In First Out“) für einen reibungslosen Produktionsablauf sichergestellt werden. „Vor allem die eindeutige Kennzeichnung aller Transportgestelle machte eine Identifizierbarkeit jedes einzelnen Materialteils möglich. Durch das Einscannen der Barcodes können alle Lagerbewegungen nachvollzogen werden, was für uns erhebliche Erleichterungen mit sich bringt“, so Jürgen Neidig, IT-Projektmanager bei Pirelli. „Ein weiterer Vorteil der neuen Drucker ist, dass die ausgedruckten Barcode-Labels zusätzlich als Produktionsrückmeldungen (BDE-Funktionen) verwendet werden können. Damit sparen wir nicht nur Zeit, sondern auch enorme Kosten. Daher sehen wir auch einem geplanten Einsatz weiterer Printronix-Drucker im nächsten Jahr für die Motorradreifenproduktion positiv entgegen“, ergänzt er.

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