Michael Schumacher sichert sich den siebten WM-Titel (Update)

In einem ereignisreichen, teils auch chaotischen Rennen in Spa sicherte sich Michael Schumacher zum siebten Mal insgesamt und zum fünften Mal in Folge den WM-Titel. Dabei musste er sich gegen Räikkönen im McLaren-Mercedes dieses Mal geschlagen geben, während er seinen Teamkollegen und zugleich schärfsten Verfolger Rubens Barrichello auf den dritten Platz verweisen konnte. Insbesondere die vielen Safety Car-Phasen erstickten schon im Keim denkbare Angriffe des Kerpeners, der stets einige Runden benötigt, um seine Bridgestone-Reifen auf Touren zu bringen. Dieses Mal hatte Michelin das bessere Ende für sich. Die Freude der Franzosen dürfte jedoch durch ein paar Ausfälle ihrer Reifen, die zu spektakulären und äußerst gefährlichen Abflügen sorgten, etwas gedämpft worden sein. Es wird angenommen, dass die Reifenausfälle durch Gegenstände von verunglückten Boliden verursacht worden sind. Juan Pablo Montoya präsentierte sich erneut als Rambo und drückte Trulli in die Leitplanken.

Wegen der Reifenplatzer, von denen bis jetzt stets nur Michelin-bereifte Teams betroffen waren, ist offenbar hinter den Kulissen eine heftige Diskussion im Gang. So zitiert F1 Total BAR-Honda-Teamchef David Richards, dessen Fahrer Jenson Button wegen eines Reifenplatzers bei Tempo 320 die Kontrolle verlor, total crashte und wie durch ein Wunder dennoch unverletzt blieb, mit der Aussage, es sei kein Zufall, dass eine Vielzahl von Michelin-Fahrern mit den Reifen Probleme hatte und das müsse noch vor Monza untersucht werden. Neben Button erlitten Coulthard und Montoya Reifenausfälle, nachdem es im Training bereits Toyota-Testfahrer Briscoe bös erwischt hatte.

Michelin-Sportchef Dupasquier glaubt allerdings, dass die Gründe für die Reifenausfälle auf Gegenstände auf der Strecke zurückführbar sind und es nicht an den Reifen liegt. So vermutet Dupasquier Beschädigungen durch scharfe Innenseiten eines Randsteins. Es ändert aber eben nichts an der Tatsache, dass bei Bridgestone-Reifen dieses Problem offenbar nicht existiert. Nahezu alle Experten sind sich laut F1 Total dahingehend einig, dass die Michelin-Reifen mehr „arbeiten“ müssen, weil sie über eine weichere Flanke verfügen als Bridgestone-Reifen. So schiebt Dupasquier schon mal nach: „Wenn sich herausstellt, dass wir einen bestimmten Bereich ändern müssen, werden wir das tun. Wir werden 200 oder 400 Gramm zusätzlichen Gummi in der Flanke verarbeiten oder etwas anderes in diese Richtung unternehmen.“

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