Lkw-Reifenfertigung bei Conti „an der Kapazitätsgrenze“

In ihrer August-Ausgabe veröffentlich die Continental-Mitarbeiterzeitschrift „conti intern“ ein Interview mit Dr. Hans-Joachim Nikolin, der im Vorstand des Konzerns für das Nutzfahrzeugreifengeschäft verantwortlich zeichnet. Seinen Worten zufolge fertigt der Hersteller im Lkw-Bereich derzeit „an der Kapazitätsgrenze“ – es werde jeder Reifen gebaut, der realisierbar sei.

Gründe hierfür sieht Nikolin im starken Wachstum des Lkw-Reifenmarktes in den USA sowie dem Wiederanspringen seines europäischen Pendants. So habe Conti bezogen auf das europäische Erstausrüstungsgeschäft im ersten Halbjahr 2004 rund 30 Prozent mehr Reifen absetzen können als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Für das Ersatzgeschäft in Europa nennt Dr. Nikolin in dem Interview einen Zuwachs von etwa fünf Prozent, wobei das „schwache Ersatzgeschäft in Deutschland“ von Märkten wie Polen kompensiert wurde. In den USA stünde einem Plus von 17 Prozent in der Erstausrüstung, ein Minus von zwei Prozent im Ersatzgeschäft gegenüber.

„Wir könnten mehr verkaufen, wenn uns die Mengen zur Verfügung stehen würden“, äußert sich Nikolin gegenüber „conti intern“. Insgesamt hätte man jedoch in diesem Jahr bisher ein gutes Geschäft gemacht. „Bislang war die Produktion ausgelastet. Wenn sich der positive Trend im Ersatzgeschäft allerdings abschwächt, müssen wir wieder etwas gegensteuern und die Kapazitäten zurückfahren. Für diesen Fall müssen wir die Flexibilitätsmodelle in Hannover-Stöcken – unserem teuersten Nutzfahrzeugreifenstandort – ausnutzen. Andererseits folgt einem starken Neuwagengeschäft in der Regel ein starkes Ersatzgeschäft – darauf hoffen wir“, so Nikolin weiter.

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