Offroad-Reifentest: Profilierung beeinflusst Straßenperformance

Die Zeitschrift „AutoBild alles allrad“ ist in ihrer Ausgabe 8/2004 der Frage nachgegangen, wie sich bei einem Offroad-Fahrzeug unterschiedlich grobe Reifenprofile auf Asphalt verhalten. Dazu wurden Versuche mit vier Dunlop-Profilen – „Grandtrek PT1“ (Straßensommerreifen), „Grandtrek ST1“ (Straßenganzjahresreifen), „Grandtrek AT2“ (Mischreifen), „Grandtrek MT2“ (Geländereifen) – der gleichen Dimension (265/70 R16) auf einem Mitsubishi Pajero gefahren. Für die Prüfungen stellte Dunlop das hauseigene Versuchs- und Testgelände in Wittlich zur Verfügung. Dass gröbere Mischreifen oder gar echte MT-Geländereifen auf Asphalt schlechter abschneiden als Straßenprofile, war den Testern dabei eigenen Aussagen zufolge zwar schon vor dem Test klar, nichtsdestotrotz wollte man diese Unterschiede mit den Fahrversuchen belegen. Ergebnis: Ein Geländepneu ist auf der Straße nur mit äußerster Vorsicht zu bewegen, vor allem wegen eines überlangen Bremsweges.

„Dagegen hält ein moderner Mischreifen für Straße und Gelände wie der Dunlop ‚Grandtrek AT2’ mit den beiden Straßenprofilen überraschend gut mit“, urteilt das Magazin, nennt aber auch gleich eine Ausnahme. „Der Bremsweg auf nasser Fahrbahn ist nur wenig besser als mit dem reinen Geländepneu. Wer also unbedingt auf geländetaugliche Reifen angewiesen ist, muss vor allem eines tun: sehr vorausschauend fahren“, empfiehlt „AutoBild alles allrad“. Andere Mischreifen mit mehr Geländeorientierung – als Beispiel wird der „All Terrain“ von BFGoodrich genannt – bremsen nach den Aussagen der Testredakteure noch schlechter, und echte Geländereifen müssten mit noch mehr Vorsicht gefahren werden. „Beim ABS-Allrader wachsen die Bremswege auf das Niveau eines beladenen Transporters an. Mit einem älteren Geländewagen ohne ABS rutscht man wie ein Schlitten über den nassen Asphalt. Ausweichmanöver erfordern bei ESP-losen Allradern entweder hohes Fahrkönnen oder niedrige Geschwindigkeit“, so das Fazit des Magazins.

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