Stahlpreise kosten Branche 60 Millionen Euro

Die deutsche Kautschukindustrie verarbeitet für Bereifungen, Gummi-Metall-Verbindungen, Schläuche und Förderbänder im Jahr rund 300.000 Tonnen Stahl in den unterschiedlichsten Ausfertigungen. Für Reifen sind das Stahlcord für die Karkasse und Stahldraht für den Wulstring. Spiralen und Stahldrahtgeflechte werden bei Schläuchen und Stahlseile bei Fördergurten für den Bergbau verwendet. Die drastischen Erhöhungen der Stahlpreise im vergangenen halben Jahr belasteten die Kautschuk-verarbeitende Industrie bereits mit rund 30 Millionen Euro höheren Kosten, teilt der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (WdK) mit. Die angekündigten weiteren Preisanhebungen sorgen für einen zusätzlichen Kostenschub in gleicher Größenordnung, ist sich der WdK sicher. Noch problematischer werde die Situation dadurch, dass sich Vorlieferanten weigern, Materialien aus Stahl in ausreichenden Mengen für Aufträge der Kautschukindustrie bereitzuhalten. Dadurch verlängerte Lieferzeiten zögen sich durch die gesamte Produktionskette und könnten letztendlich zu Bandstillständen bei den Endabnehmern wie Automobil- und Elektroindustrie oder Unternehmen des Maschinenbaus führen. Die deutsche Kautschukindustrie verzeichnet einen Jahresumsatz von rund zehn Milliarden Euro und beschäftigt 74.500 Mitarbeiter.

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