Marangonis „Reifengarantie auf Lebenszeit“ zehn Jahre im Markt

In Essen feierte Marangoni den zehnten Geburtstag der „Reifengarantie auf Lebenszeit“, die ohne jede Zeitbeschränkung für die gesamte Lebensdauer eines Reifens aus der Produktion des italienischen Herstellers gilt. Sie greift nicht nur – wie vom Gesetz vorgeschrieben – bei etwaigen Fabrikationsfehlern, sondern deckt darüber hinaus alle Schäden ab, die beim normalen Einsatz auf der Straße entstehen können: Löcher, Anstoßen gegen Bordsteine, Schlaglöcher und sonstige Pannen. Ist der beschädigte Reifen nicht mehr als zu 20 Prozent abgenutzt, wird er vollkommen kostenlos durch einen neuen Reifen ersetzt. Ansonsten wird ein proportional zur abgefahrenen Lauffläche berechneter Unkostenbeitrag vom Kunden erhoben. „Heute, zehn Jahre nach der Einführung, verzeichnet Marangoni pro Jahr mehr als 10.000 Garantiefälle in ganz Europa“, sagt das Unternehmen, das eine einfache Anwendung, klare Bedingungen, Schnelligkeit und Effizienz bei der Abwicklung der Garantiefälle als Erfolgsfaktoren der Initiative bewertet. Mit diesem Projekt soll aber nicht nur die Sicherheit des Verbrauchers gewährleistet werden, sondern darüber hinaus Reifenhändlern ein Instrument an die Hand gegeben werden, sich mit diesem speziellen Serviceangebot gegenüber dem Wettbewerb zu profilieren.

Über die Garantie will man allerdings auch versuchen, die Verbraucher im Hinblick auf den Einfluss der Reifen auf die Verkehrssicherheit zu sensibilisieren. Deshalb übergibt der Händler seinen Kunden beim Neureifenkauf ein Garantieheft mit Hinweisen zu Gebrauch und Wartung der Pneus. Diese kleine Broschüre enthält zudem die Ausnahmen von der Garantie, die auf offensichtlich unzureichende oder nicht korrekte Wartung zurückzuführen sind. Diese Schäden sind auf den entsprechenden Seiten des Heftchens aufgeführt und betreffen im Wesentlichen das Fahren mit falschem Druck und/oder unregelmäßige Abnutzung aufgrund von Fahrzeugdefekten. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sind in dem Serviceheft auch Coupons für eine periodische Inspektion der Pneus durch entsprechendes Fachpersonal mit geeigneter Ausrüstung – im Idealfall natürlich der Händler, der dem Kunden die Reifen verkauft hat – zu finden. Insofern versteht Marangoni die „Reifengarantie auf Lebenszeit“ auch als Kundenbindungsinstrument für den Reifenhandel.

Die Garantie gilt übrigens für alle Reifen aus der Marangoni-Produktpalette, die es natürlich ebenfalls am Stand der Italiener in Essen zu sehen gab. Mit den ausgestellten Produkten für das Jahr 2004 wollte der Hersteller aber auch zeigen, wie er sich seine Marktposition vorstellt und welche Ziele er mittelfristig verfolgt. „Bestätigung als ein auf die Segmente High Performance und Ultra High Performance spezialisierter Hersteller von Reifen hoher Qualität und hohen Technologiegehalts, die in jeder Fahrsituation maximale Leistung und absolute Sicherheit bieten“, lautet die vorgegebene Marschroute. Als wichtigste Schritte auf dem Weg zum Erreichen dieses Ziels werden von Marangoni Produktneuheiten wie 19-Zoll-Größen für die Serie „Zeta Linea“, die Ergänzung der „Vanto“-Range sowie die Einführung des „Maxò 4×4“ – einer neuen Linie für SUV-Fahrzeuge (Sport Utility Vehicles) – gesehen. Einen ersten Blick auf den „Maxò“, mit dem die Italiener in den Allradreifenmarkt vordringen wollen, konnte die NEUE REIFENZEITUNG zwar schon im letzten Jahr (vgl. Ausgabe 7/2003) werfen, doch nun ist das neue Modell im Handel.

Konzipiert für SUV-Fahrzeuge der Oberklasse, soll der „Maxò 4×4“ optimale Leistungen bei hohen Geschwindigkeiten auf trockenen und nassen Fahrbahnen zeigen und selbst schwierige Bodenverhältnisse meistern. Das asymmetrische Profil wurde so ausgelegt, dass dabei bezüglich des akustischen Komforts keine Abstriche gemacht werden müssen – dafür ist bei dem neuen Reifen, der zunächst nur in der Größe 255/55 R18 V XL angeboten wird, eine optimierte Abstandssequenz der Profilblöcke zuständig. Gleichwohl will Marangoni die „Maxò“-Produktfamilie im Laufe des Jahres weiter ausbauen und um eine Ganzjahresvariante mit der Bezeichnung „Maxò 4×4 All Season” mit symmetrischem Vierkanal-Laufflächenprofil ergänzen. In Planung sind derzeit die drei Dimensionen 235/60 R16 H, 255/65 R16 H und 235/70 R16 H. Damit wird aber noch nicht Schluss sein, da für das kommende Jahr ein weiterer Ausbau beider Linien angekündigt wird. „2005 werden wir zudem einen neuen Winterreifen auf den Markt bringen“, ergänzt Ralf Falterbaum, der nach eigenen Aussagen als neuer Area Manager Car Tyre bei der Marangoni Tyre GmbH vor kurzem die Aufgaben von Martin Werner übernommen hat. Denn Werner ist im Fahrwasser von Dirk Rohmann zur Marangoni Tread-Tochter Ellerbrock gewechselt.

Beim „Vanto“, den Marangoni als „Reifen für den, der alles will“ beschreibt, wurde die Dimensionspalette erweitert, sodass dieser asymmetrische Pneu nun in über 30 Größen – von 14 bis 17 Zoll, 65er bis 50er Querschnitten und den Geschwindigkeitsindizes von H (=210 km/h) bis W (=270 km/h) – verfügbar ist. Wer es noch sportlicher mag, kann allerdings noch eine Stufe höher hinaus und zum Topprodukt „Zeta Linea“ der Italiener greifen, der für den Hersteller „das unmittelbare Ergebnis mit Rennwagen durchgeführter Versuche“ darstellt und speziell für die Erfordernisse des europäischen Tunings entwickelt wurde. Bei dem Hochleistungspneu finden sich daher – wie übrigens auch beim „Vanto“ – die Konzerntechnologien PST (Performance, Safety, Technology) in Bezug auf das Profil bzw. FOM-IC (Filler Optimized Mixture – Improved Compound) die Mischung betreffend wieder. Da wir beide Technologien bereits mehrfach in der NEUE REIFENZEITUNG im Detail erläutert haben, soll an dieser Stelle auf eine erneute Wiederholung verzichtet werden. „Das attraktive und aggressive Profil des ‚Zeta Linea’ passt ideal zu Leichtmetallfelgen. Um diesen Mix noch funktioneller zu machen, haben wir ihn mit einem Rim Guard – einem besonderen Schutzrand, der die Felge vor Stößen und Abrieb schützt – ausgestattet“, sagt der Hersteller.

Die Range des „Zeta Linea“ reicht bis hinauf zum Geschwindigkeitsindex Y (=300 km/h). Allerdings gibt es das Modell darüber hinaus in einer „Racing“-Variante. Denn nach eigenen Aussagen wächst das Engagement Marangonis im Motorsport beständig – dank „signifikanter Ressourcen der R&D-Abteilung“, wie es heißt. Für 2004 hat der Hersteller die Teilnahme an einer ganzen Reihe sportlicher Aktivitäten fest eingeplant. Angetreten ist man unter anderem beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring in Zusammenarbeit mit dem deutschen Rennstall von Franz Engstler und Seat Sport Italia. Des Weiteren steht aber auch die Beteiligung bei der italienischen Bergrennmeisterschaft zusammen mit Osella, die Marangoni Junior Trophy 2004, die von Volkswagen Motorsport Italia und Villorba Corse organisiert wird, sowie der Mazda RX-8 Sport Cup 2004 in Kooperation mit Astra Racing auf dem Programm. Das Unternehmen zielt mit seinem Engagement im Motorsport eigenen Worten zufolge nicht nur auf sportliche Leistungen, sondern will im sportlichen Wettbewerb vor allem innovative technische Lösungen testen, die hinterher auf die Serienproduktion übertragen werden können.

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