Intra-Anlagen gehen nach China

Nach der Insolvenz des Aluminiumgussfelgenherstellers Intra (Stammwerk in Bruchsal, ferner in Burbach) werden ab 1. Juni die meisten Maschinen demontiert und anschließend bei China Wheel wieder aufgebaut. Das Equipment, auf dem Intra vor allem Räder für die Erstausrüstung von Opel hergestellt hatte, wird vor allem für die Erstausrüstung in China benötigt.

Beratend für die chinesischen Felgenhersteller hat Peter-Werner Frischkorn gewirkt, der vormals in Iserlohn eine Lackieranlage unterhielt und heute mit der Firma Bell in Werdohl ansässig ist. Bell ist spezialisiert auf spezielle Lackierungen wie Acryl und immer noch für Aluminiumräderhersteller aktiv.

Der Käufer der Intra-Anlagen China Wheel exportiert auch in großem Stil Räder in die Vereinigten Staaten (vor allem an American Motors) und hat unter anderem zwei Werke, in denen Räder verchromt werden, wie bei amerikanischen Kunden sehr beliebt. Ferner ist das Unternehmen bekannt für die hohe Qualität handpolierter Räder.

Die Intra-Anlagen werden komplett demontiert, lediglich der Verbleib der Warmauslagerung ist noch nicht endgültig geklärt. Für den Abbau der Maschinen wurden drei Monate veranschlagt, ab Februar 2005 sollen sie in den Städten Taiin und Jianmen wieder in Betrieb sein.

In Jianmen hat China Wheel bereits eine vollstufige Aluräderfertigung, die überwiegend in die Erstausrüstung liefert. Vor allem Bearbeitungsmaschinen aus dem Intra-Bestand werden das bestehende Equipment ergänzen. Die noch recht neue Intra-Lackieranlage wird nach Taiin gehen, das Werk dürfte sukzessive ebenfalls zu einem vollstufigen Produzenten ausgebaut werden.

Ob auch die Warmauslagerung aus Burbach demontiert und nach China verschifft wird, ist derzeit noch unklar. Erst einmal muss geprüft werden, ob diese Anlage überhaupt einigermaßen problemlos demontierbar ist. Ein Interessent für diese Warmauslagerung dürfte Alutec-Belte sein, ein Unternehmen, das auf die Lohnwärmebehandlung spezialisiert ist und die Burbacher Produktionshalle gemietet hat.

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