Continental eröffnet neues europäisches Distributionszentrum

Die Continental AG hat in Straubing ihr zweites „European Distribution Center“ (EDC-II) für Lkw-Reifen eröffnet. Betreiber ist die Honold Logistik Gruppe, die für den Automobilzulieferer bereits an den Standorten in Ulm und Isernhagen als Dienstleister tätig ist. Für die 34.000 Quadratmeter große Halle des EDC-II ist ein Lagerbestand von etwa 150.000 Lkw-Reifen geplant – rund 6.000 Lkw sollen jährlich abgefertigt werden. Deshalb verfügt das Gebäude, mit dem zugleich 50 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden, über 24 Lkw-Verladetore für einen möglichst reibungslosen Warenein-/Warenausgang rund um die Uhr. Hinzu kommt außerdem ein eigener Bahnanschluss mit zwei Gleisen.

Angaben Contis zufolge investierte die HIH Hamburgische Immobilien Handlung 21 Millionen Euro und finanzierte das Projekt über die Grundstücksgesellschaft Logistik-Zentrum-Straubing mbH, eine gemeinsame Grundbesitzgesellschaft mit der Property Team AG (Hamburg). „Dank der Unterstützung durch lokale Behörden sowie dem Zweckverband Industriegebiet Straubing-Sand konnte das neue Distributionszentrum planmäßig am 1. September vergangenen Jahres fertig gestellt werden“, heißt es in einer Presseerklärung.

Mit dem EDC-II setzt Continental nach eignen Worten auf ein neues Konzept für die Distribution der eigenen Lkw-Reifen: Die drei Produktionsstandorte Hannover, Puchov und Otrokovice sollen die nordwesteuropäischen Märkte über das bestehende EDC-I in Hannover versorgen, für den Versand in Richtung Süddeutschland, Süd-, Südwest-, Südost- und Zentraleuropa ist das EDC-II in Straubing zuständig. „Die Versorgung unserer Kunden in Europa über zwei Distributionszentren gewährleistet uns eine bessere Anpassung an die Marktbedürfnisse sowie eine höhere Verfügbarkeit der Reifen“, ist André Dungs, Projektleiter des EDC-II bei Continental, überzeugt.

Das Industrie- und Hafengebiet Straubing-Sand habe sich in den letzten Jahren durch seine Lage und Verkehrsanbindung zu einem der führenden Logistikstandorte in Bayern entwickelt. Insbesondere die günstige Lage zu den Produktions- und Absatzmärkten in Süd- und Südosteuropa sowie der direkte Zugang zur Donau mache den Standort – vor allem im Hinblick auf die EU-Osterweiterung – außerordentlich interessant. „Aus diesem Grund setzen wir für die Belieferung des EDC-II fast ausschließlich die Bahn ein, während die Auslieferung an den Handel über ausgewählte Transportunternehmen und Speditionspartner erfolgt“, erläutert Dr. Hans-Joachim Nikolin, Continental-Vorstandsmitglied für Nutzfahrzeugreifen.

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