Yokohamas neuer „Parada“

Einen neuen Reifen mit im Gepäck zur Essen-Motor-Show hatte auch der japanische Hersteller Yokohama. Eigentlich sogar drei, denn neben dem für Anfang nächsten Jahres angekündigten und „Parada“ genannten Modell zeigte man noch zwei weitere Reifen, die allerdings erst etwa Mitte 2004 auf den deutschen Markt kommen sollen. Mit diesen Pneus wollen die Japaner zudem hin zu einprägsamen Namen für die einzelnen Reifenfamilien. So heißt einer der in Essen gezeigten Prototypen „C-drive“, wobei C für das englische Wort comfort steht. „Weitere Produktreihen könnten möglicherweise ‚E-drive‘ und ‚S-drive‘ heißen“, erklärt Rolf Joachim Kurz, Marketingleiter der Yokohama Reifen GmbH auf Nachfrage der NEUE REIFENZEITUNG. „E“ und „S“ stünden in diesem Falle wohl für „economy“ und „sport“. Ob es sich bei dem zweiten im Rahmen der Essen-Motor-Show gezeigten, noch namenlosen Prototypen schon um eine frühe Version des „S-drive“ handelt, ließ Kurz jedoch offen – die ausgestellte Größe 275/25 ZR20 lässt eine solche Vermutung allerdings nicht abwegig erscheinen.

Klar ist hingegen, dass der neue „Parada“ speziell für das Tuningsegment entwickelt wurde. „Das kann man schon beim ersten Blick auf den Reifen an dem attraktiven Profildesign erkennen, denn Tuner legen größten Wert auf die Optik“, erklärt Kurz. Passend für die Zielgruppe ist auch die angebotene Dimensionspalette des Reifens ausgelegt, die laut Yokohama von der Größe 205/45 R16 87V RF bis hin zu 225/35 ZR19 88Y RF reicht. Überzeugen soll der „Parada“ aber nicht nur mit seiner Optik, sondern auch durch seine Performance. Deshalb setzen die Entwicklungsingenieure des japanischen Herstellers auf extrem breite und diagonal angeordnete Profilblöcke, um optimalen Grip des Reifens zu gewährleisten. Darüber hinaus wurde außerdem die Außenschulter besonders breit ausgeführt, womit eine höhere Fahrstabilität verbunden wird. Weniger Profilrillen im Bereich der Schulter sollen zudem in einer größeren Aufstandsfläche und einem Plus an Grip sowie in punkto Handling resultieren. Trotzdem attestiert der Hersteller dem „Parada“ eine gute Nässeperformance, da die diagonal verlaufenden Profilrillen für eine effektive Wasserableitung auf nassen Fahrbahnen verantwortlich zeichnen.

Eingeflossen in die Entwicklung der neuen Reifen sind laut Kurz die Erfahrungen Yokohamas im Motorsport. So rüstet der Hersteller die nationale deutsche Formel 3-Rennserie, die seit diesem Jahr „Recaro Formel 3-Cup“ heißt, exklusiv mit Rennreifen aus. Auf der Vorderachse kommen dabei der „A005“ (Slick) bzw. „A006“ (Regenreifen) in der Dimension 200/50 VR13 zum Einsatz, hinten ist die Größe 240/45 VR13 gefragt. Weiterhin engagieren sich die Japaner in der Motorsportsaison 2004 als Reifenpartner des neuen „Seat Leon Supercopa“, der sieben Läufe im Rahmen der Beru Top 10, zwei Läufe auf der Nordschleife und einen Lauf am Berg umfasst. „Wir freuen uns über die Partnerschaft mit Seat im Leo Supercopa. Nach unserem langjährigen Engagement in anderen Serien des Motorsports ist der Seat-Markenpokal eine neue Möglichkeit zu zeigen, wie vielseitig unsere Produkte sind“, sagt Rolf Kurz zu der Zusammenarbeit, die im nächsten Jahr von gemeinsamen Marketingaktionen begleitet werden soll.

0 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

An Diskussionen teilnehmen
Hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.