Zehn Jahre Reifen Gruhn in Soltau

Eine volle Woche lang feierte Reifen Gruhn in Soltau mit Kunden ein rundes Jubiläum: Seit genau zehn Jahren ist der Vulkaniseurmeister Gunnar Gruhn Geschäftsführer des Betriebes, der an der Celler Straße 61 seinen Sitz hat. Sein Händchen fürs Reifengeschäft hat Gruhn offenbar von Vater Jürgen vererbt bekommen. Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Geländes eines angeschlagenen Stinnes-Reifendienstes im September 1993 betrieb dieser nämlich bereits seit 15 Jahren einen Reifenhandel im 30 Kilometer entfernten Hermannsburg, wo er nur drei Jahre nach der Gründung 1977 in den Ortsteil Baven ausweichen musste, da die Räumlichkeiten zu klein geworden waren. Als Jürgen Gruhn 62-jährig im vergangenen Jahr zum 25-jährigen Betriebsjubiläum den Staffelstab an seinen Sohn übergab, hatte dieser nach eigenen Aussagen in nur drei Jahren aus dem ehemaligen Stinnes-Reifendienst einen florierenden point S-Betrieb gemacht. Heute beschäftigt der verheiratete Vater einer dreijährigen Tochter jeweils acht Mitarbeiter in Soltau und Hermannsburg.

In der Soltauer Niederlassung hat das Lager Platz für 20.000 Reifen. „Neben den Pkw- und Lkw-Kunden machen die Motorradfahrer mit einem Anteil von 15 Prozent einen beachtlichen Teil der Stammkundschaft aus“, sagt Gunnar Gruhn. Rund 400 Sätze Reifen werden seinen Worten zufolge im Kundenauftrag eingelagert, und auch der angebotene Hol- und Bringservice soll sich bei den Kunden großer Beliebtheit erfreuen. Neben Reifen, die allesamt serienmäßig mit Stickstoff aus der eigenen Anlage befüllt werden, bietet das Unternehmen auch optisches Tuning, einen professionellen Werkstattservice, Fahrwerkstuning sowie Achsvermessung an. Außerdem betreibt Reifen Gruhn einen Pannenservice für Pkw und Lkw im Altkreis Soltau und auf der Autobahn A7 zwischen Hamburg und Hannover. Der Betrieb gehört dem Dunlop-Netzwerk „Truck Force“ an – ein Service- und Managementkonzept für Lkw-Kunden mit einem pan-europäischen Verbund von Partnern, die im Falle eines Falles 24 Stunden täglich für den Einsatz bereit stehen (vgl. u.a. NEUE REIFENZEITUNG 8/2003).

Der Vulkanisieurmeister und gelernte Kaufmann Gunnar Gruhn setzt sich darüber hinaus auch für den Nachwuchs ein, weil es seiner Meinung nach ohne solide Fachkenntnisse nicht geht. „Ich bilde aus Überzeugung aus. Denn der eigene Nachwuchs ist durch nichts zu ersetzen, auch wenn es anfangs etwas teurer ist“, so der Geschäftsführer, der in absehbarer Zeit zwei weitere Filialen eröffnen will, um damit die Achse Hermannsburg-Soltau zu einem Quadrat mit rund 30 Kilometer Seitenlänge zu vervollständigen und den Einzugsbereich zu erweitern. Bis es soweit ist haben die Niedersachsen erst einmal ihr Jubiläum kräftig gefeiert. Zum „Zehnjährigen“ gab es zehn Prozent Rabatt, und die Montage der Reifen war kostenlos. „Wir kamen mit der Montage kaum nach. Das Interesse der Kunden war riesig“, freut sich Gunnar Gruhn. Dunlop stellte für die Aktion zwei Mini bereit, mit denen interessierte Kunden DSST-Reifen (Dunlop Self Supporting Technology) mit Notlaufeigenschaften testen konnten. Für Stabilität auch ohne Luft sorgen bei diesen Reifen dickere Seitenwände, die selbst bei völligem Druckverlust des Pneus einen sicheren Sitz auf der Felge gewährleisten und damit ein Abspringen des Reifens verhindern sollen. Das Dunlop-Engagement zum Gruhn-Jubiläum kommt dabei nicht von ungefähr, machen die Soltauer eigenen Angaben zufolge einen Großteil ihres Umsatzes mit den Pneus aus Hanau.

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