Ratifizierter Tarifvertrag soll Goodyear durch die Kurve bringen

Den Worten von Goodyear Tire & Rubber zufolge handele es sich bei der nun von den Gewerkschaftern ratifizierten Tarifvereinbarung um einen „wegweisenden dreijährigen Vertrag“, der einen wichtigen Schritt zum Turnaround in Nordamerika darstelle. 13 der 14 betroffenen Goodyear-Werke hätten sich für die Annahme des Vertrags ausgesprochen; insgesamt hätten 70 Prozent der Gewerkschafter für den Vertrag gestimmt. Der Vertrag sei fair und zeige, „was erreicht werden kann, wenn die Parteien zusammenarbeiten, um die gravierenden Probleme der US-Hersteller in Angriff zu nehmen“, kommentierte Goodyear-Chef Robert J. Keegan das Ergebnis der jetzt abgeschlossenen Ratifizierung des neuen Tarifvertrags.

Keegan wertete die neue dreijährige Vereinbarung als Kompromiss, der dem Unternehmen wie auch der Stahlarbeitergewerkschaft USWA entgegenkomme. Details des Vertrags sollen am 22 September in einer Pressekonferenz in Akron bekannt gegeben werden. Der neue Vertrag werde für 16.000 gegenwärtige Mitarbeiter sowie rund 22.000 Ehemalige des größten Reifenherstellers der Vereinigten Staaten gelten. Wie USWA-Präsident Leo W. Gerard mitteilt, gebe der Vertrag 12 der 14 betroffenen Goodyear-Werke den Status einer „geschützten Fabrik“, was bedeute, dass diese nur unter „äußerst extremen Umständen“ geschlossen werden dürften. Eine Minimal-Belegschaft müsse in diesen geschützten Werken erhalten bleiben und die Produktion dürfe nicht in Werke verlegt werden, deren Arbeiter nicht zur USWA gehören, so Gerard gegenüber amerikanischen Medien. Darüber hinaus sollen neue Produkte für den amerikanischen Markt vornehmlich in den geschützten Werken entwickelt werden. Mit Ausnahme eines vierteljährlichen Inflationsausgleichs seien keine Gehaltserhöhung vereinbar worden.

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