Wennemer: Dax-Aufstieg verringert Übernahmerisiko

Nach der gestrigen Entscheidung der Deutschen Börse, die Continental AG nach siebenjähriger Abwesenheit wieder in den Aktienindex Dax aufzunehmen, rechnet Conti-Vorsitzender Manfred Wennemer nun mit einem kontinuierlichen Kursanstieg, wie er heute auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz in Hannover mitteilte. Finanzvorstand Alan Hippe erkennt sogar 30 bis 40 Prozent Kurspotenzial in den kommenden Jahren, und verweist auf die deutlich höheren Kurse vergleichbarer Reifen- und Zulieferkonzerne. Der Conti-Vorstandschef sieht die Rückkehr in den Dax auch als hilfreiches Mittel gegen eine feindliche Übernahme: „Mit jedem Cent, den der Kurs steigt, wird das Übernahmerisiko geringer“, so Wennemer.

Der Autozulieferer und Reifenhersteller erwägt nach den Worten Wennemers mittelfristig weitere Zukäufe. Gleichzeitig bekräftigt Wennemer nach der Entscheidung über die Wiederaufnahme in den Deutschen Aktienindex den in den vergangenen zwei Jahren eingeschlagenen Sparkurs. „Wir werden unsere Strategie nicht ändern. Und das heißt also: Wachsen, Schulden runter und ordentliche Ergebnisse erzielen“, so Wennemer vor Journalisten. Dies schließe auch weitere Zukäufe nicht aus. „Wenn sich die Möglichkeit zum richtigen Preis und für das richtige Objekt ergeben sollte, dann haben wir dafür auch wieder die finanziellen Möglichkeiten“, so der Vorstandschef, und verweist dabei auf die erfolgreichen Anstrengungen beim Schuldenabbau. In Kürze stehe zwar nichts an, aber Continental halte die Augen offen, fügt er hinzu. Ein Zukauf sei nach den Akquisitionen des Bremsenherstellers Teves und der Elektroniktochter Temic nun vor allem im Reifenbereich denkbar.

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