Goodyear setzt Gewerkschaft unter Zugzwang

Wie ein Sprecher der United Steelworkers of America gestern mitteilte, hat Goodyear Tire & Rubber für die aktuell stattfindenden Tarifverhandlungen eine Frist bis heute gesetzt, um ein Ergebnis der seit fünf Monaten erfolglos verlaufenden Gespräche zu erzielen. Sollte bis Freitagmittag (amerikanische Zeit) keine neue Vereinbarung getroffen worden sein, werde Goodyear mit nicht näher benannten Plänen reagieren, heißt es in amerikanischen Medien, um die Zukunft des finanziell angeschlagenen Reifenherstellers zu sichern.

Bisher waren die Gespräche stets gescheitert, da die Stahlarbeitergewerkschaft ihre Forderungen nach mehr Arbeitsplatzsicherheit und weniger Einschnitte bei der Gesundheitsversorgung der 19.000 aktiven und 22.000 ehemaligen Goodyear-Mitarbeiter in den 14 amerikanischen Werken nicht genügend berücksichtigt sah. Darüber hinaus gingen der Gewerkschaft die geplanten finanziellen Restrukturierungen des Verlust machenden Unternehmens zu weit. Der Reifenhersteller will bis 2005 rund eins bis 1,5 Milliarden US-Dollar einsparen. Nachdem Ende Juni die offiziellen Verhandlungen abgebrochen wurden, befinden sich die Tarifpartner seit vergangener Woche wieder am Verhandlungstisch.

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