Vredestein will nicht mehr börsennotiert sein

Die Vredestein N.V. (“Vredestein”) und die Vredestein Investment Consortium N.V. (“Vico”, eine Holdinggesellschaft, die cirka 61,2% der Vredestein-Aktien hält), haben bekanntgegeben, dass Vico ein öffentliches Gebot für alle ausstehenden Vredestein-Aktien abgeben wolle in Höhe von 7,50 Euro pro Anteil in bar. Aufsichtsrat und Vorstand von Vredestein begrüßen und unterstützen das beabsichtigte Gebot unterstützen zu können und betrachten das beabsichtigte Gebot und die dazu mitgeteilten Ausgangspunkte daher als freundlich. Auf der Basis dieses Preisangebots hat das gezeichnete und ausstehende Aktienkapital von Vredestein einen Wert in Höhe von zirka 64 Millionen Euro. Mit dem beabsichtigten Gebot bietet Vico den übrigen Aktionären die Möglichkeit, ihre Aktien zu einem Aufpreis gegenüber dem heutigen Börsenkurs zu verkaufen. Das Preisangebot bedeutet eine Prämie von zirka 42% auf den Schlusskurs der Vredestein-Aktien von EUR 5,30 am 9. Juli 2003, dem letzten Handelstag vor dieser Ankündigung, und eine Prämie von zirka 51% auf den durchschnittlichen Kurs der letzten 90 Tage sowie eine Prämie von zirka 78% auf den durchschnittlichen Kurs der letzten 360 Tage. Vredestein wird im Jahre 2003 ebenso wie in den vorangegangenen Jahren keine Zwischendividende für das erste Halbjahr ausschütten. Vico teilt ferner mit, dass mehrere Anleger, darunter die Orange Fund N.V. und die Orange Deelnemingen Fund N.V., mitgeteilt haben, dass sie dem beabsichtigten Gebot positiv gegenüberstehen und ihre Vredestein-Aktien für das beabsichtigte Gebot anmelden werden. Die betreffenden Aktionäre besitzen zusammen 1.893.600 Vredestein-Aktien, was einem Beteiligungsverhältnis von etwa 22,1% entspricht. Begründung Vico und Vredestein sind der Meinung, dass keine Gründe bestehen, die die Fortsetzung der Börsennotierung von Vredestein auf dem offiziellen Markt der Euronext Amsterdam N.V. rechtfertigen. Vredestein-Aktien würden kaum gehandelt, wodurch Aktionäre ihre Beteiligung nicht erhöhen oder abbauen können, ohne dass davon ein starker Einfluss auf den Börsenkurs ausgeht. Die begrenzte Marktfähigkeit würde eine eventuelle Ausgabe von Aktien erschweren. Vredestein und Vico sind der Überzeugung, dass Vredestein als privates Unternehmen handlungsfähiger wird. Position der Großaktionäre van Vemde und Vis A. F. van Vemde ist (indirekt) Aktionär von Vico, S. F. Vis ist Geschäftsführer der Janivo Holding B.V., die ebenfalls Aktien von Vico hält. Sowohl van Vemde als auch Vis sind Mitglieder des Aufsichtsrats von Vredestein, dem ferner P. de Bruin (Vorsitzender) und P. L. Wiersema angehören. In gegenseitigem Einvernehmen wurde beschlossen, dass van Vemde und Vis während des Gebotsverfahrens nicht an den Beratungen des Aufsichtsrats teilnehmen und sie ihre Tätigkeiten im Aufsichtsrat ruhen zu lassen, um eine Interessenverknüpfung bezüglich des Gebots zu vermeiden. Van Vemde und Vis haben aus diesem Grunde denn auch an den bisherigen Beratungen zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand über das Gebot nicht teilgenommen. Zukunft von Vredestein Vico ist seit 1991 als Großaktionär an Vredestein beteiligt und erblickt in dem beabsichtigten Gebot einen logischen Schritt. Man beabsichtige, die heutige Strategie von Vredestein fortzusetzen. Es sollen keine Änderungen der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und des Vorstands von Vredestein stattfinden. Vico wünscht die derzeitige Finanzlage von Vredestein beizubehalten. Das beabsichtigte Gebot werde keine negativen Folgen für das Beschäftigungsangebot und die Arbeitsbedingungen bei Vredestein haben. Eine Due-Diligence-Überprüfung durch Vico ist keine Vorbedingung für die Abgabe des Gebots. Wenn das Gebot abgegeben wird, wird es unter anderem unter der Bedingung aufrechterhalten, dass einschließlich der von Vico bereits gehaltenen Vredestein-Aktien mindestens 95% des gezeichneten und ausstehenden Aktienkapitals von Vredestein erlangt werden können. Wenn das Gebot aufrechterhalten wird, haben Vredestein und Vico die Absicht, die Börsennotierung der Vredestein-Aktien auf dem offiziellen Markt der Euronext Amsterdam N.V. zu beenden, sobald Euronext Amsterdam N.V. das zulässt. Weitere Verfahrensweise Der Angebotsbericht mit den Bedingungen des beabsichtigten Gebots wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Monats August 2003 verfügbar sein. Kurz nach seiner Veröffentlichung findet unter Beachtung der üblichen Einberufungsfrist von 15 Tagen eine außerordentliche Hauptversammlung von Vredestein statt. Die Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse erfolgt gleichzeitig mit der Veröffentlichung des Angebotsberichts und wird deswegen auf die zweite Augusthälfte 2003 verschoben. Die Aufsichtsbehörde, Autoriteit Financiële Markten, und Euronext Amsterdam N.V. wurden über das beabsichtigte Gebot informiert. Der Konzernbetriebsrat von Vredestein und die betreffenden Gewerkschaften wurden unterrichtet. Im Rahmen des beabsichtigten Gebots tritt Kempen & Co. als Berater von Vredestein und Rabo Securities als Berater von Vico auf.

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