Investitionsklima im Kfz-Gewerbe deutlich besser

Trotz der wirtschaftlich instabilen Rahmenbedingungen wird das Investitionsklima in den rund 44.000 Betrieben des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes deutlich besser, vor allem in die technische Ausstattung der Werkstätten wird investiert. Das jedenfalls sagte Rolf Leuchtenberger, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK), angesichts der Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter 800 Betrieben. Auffällig dabei sei das große Plus von nahezu 20 Prozent bei den technischen Investitionen und das gleichermaßen große Minus von knapp zehn Prozent bei den Investitionen für Grundstücke und Gebäude. Insgesamt verzeichnete das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe laut den Angaben des ZDK ein Investitionsvolumen von rund 811 Millionen Euro, davon allein 510 Millionen Euro für die technische Werkstattausrüstung. Deutlich gestiegen sei die Zahl der investitionswilligen Betriebe. Ein Plus von 18 Prozent gebe es bei den Unternehmen, die in Gebäude investieren wollten, die Zahl der Kfz-Meisterbetriebe mit konkreten Investitionsplänen sei von 23.400 auf 26.840 angestiegen. Auffällig ist nach Darstellung Leuchtenbergers die “Halbierung der Bauinvestitionen in Betrieben ab 50 Beschäftigten”. Dieses Volumen habe sich von 342.700 auf 189.400 Euro nahezu halbiert. Diese Entwicklung mache deutlich, dass ein Großteil der fabrikatsgebundenen Betriebe die Investitionsvorgaben der Automobilhersteller und -importeure bereits im Jahr 2001 erfüllt habe. Die jetzt deutlich gesunkene Investitionssumme sei vor allem Ausdruck der Unsicherheiten durch die zögerliche Vertragsgestaltung vor dem Hintergrund der neuen GVO. Die Gesamtinvestitionen für Grundstücke und Gebäude seien 2002 von 331,6 Millionen Euro auf 301,1 Millionen Euro gesunken, was einem Rückgang von 9,2 Prozent entspreche. Demgegenüber seien die Investitionen in die technische Werkstattausstattung von 430,6 Millionen Euro auf 510 Millionen Euro angestiegen, was einem Zuwachs von 18,4 Prozent entspreche. Insgesamt erhöhten sich die Investitionsvolumina um 6,4 Prozent auf 811 Millionen Euro. “Insgesamt”, so Leuchtenberger, “ist das Investitionsverhalten im Kraftfahrzeuggewerbe vor dem Hintergrund der schwierigen Autokonjunktur erfreulich.” Dies dokumentiere erneut, dass die Branche trotz aller wirtschaftlichen Probleme und anhaltender Strukturveränderungen “an das Geschäft rund um das Automobil” glaube.

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