Zusatzkomponenten beim Dämpfer- und Kupplungstausch beachten

Sind Stoßdämpfer, Federbeine oder die Kupplung verschlissen, genügt es nach Überzeugung von ZF Trading (Schweinfurt) nicht, einfach nur diese Hauptkomponenten zu tauschen. “Ebenso wichtig ist der sorgfältige Check der so genannten Zusatzkomponenten. Dazu zählen Dämpferlager, Druckanschläge und Schutzrohre beim Dämpfertausch, Kupplungsseil bzw. Geber-/Nehmerzylinder beim Wechsel der Kupplung. Sind diese Zusatzkomponenten nicht in Ordnung, ist die einwandfreie Funktion neuer Dämpfer bzw. einer neuen Kupplung nicht gewährleistet”, so ein Sprecher des zur ZF Friedrichshafen AG gehörenden Unternehmensbereiches, in dem Antriebs-, Lenkungs- und Fahrwerkstechnik der Marken Sachs, Boge und Lemförder zusammengefasst sind. Stoßdämpfer sind im Hinblick auf Sicherheit und Komfort wesentliche, integrale Bestandteile des Fahrwerks. Wird beispielsweise beim Dämpfertausch ein auf Grund von Materialermüdung defektes Dämpferlager nicht ersetzt, können – wie ZF Trading argumentiert – die Folgen gravierend sein: Die Wirkung des Schwingungsdämpfers ist reduziert, das heißt, der optimale Kontakt zwischen Reifen und Fahrbahn ist nicht sichergestellt. Daraus resultieren – insbesondere in Notbremssituationen – längere Bremswege sowie kritisches Fahrverhalten in Kurven und bei plötzlichen Ausweichmanövern. Auch sensible elektronische Fahrhilfen wie Antiblockiersystem, Schlupfregelung und Fahrdynamikregelung funktionieren nur dann perfekt, wenn alle Komponenten des Fahrwerks intakt sind. Defekte Dämpferlager beeinträchtigen außerdem den Federungs- und Abrollkomfort, sie verursachen unangenehme Poltergeräusche und fördern das Übertragen von Vibrationen in den Innenraum. Verbrauchte Dämpferlager und Druckanschläge führen zu erhöhter Belastung der neuen Dämpfer/Federbeine, die entsprechend schneller verschleißen. Betroffen können auch weitere Komponenten wie zum Beispiel Lenkerlager sein. Verschleißfördernd wirken sich schließlich auch defekte Schutzrohre aus – nur wenn sie unbeschädigt sind, bieten sie einen wirksamen Korrosionsschutz, indem sie äußere Einwirkungen wie Nässe, Salz und Split verhindern. Ebenso sollte beim Kupplungstausch der intensive Check der Zusatzkomponenten nicht vergessen werden. Denn 90 Prozent aller Reklamationen im Kupplungsbereich haben laut ZF Trading ihre Ursache im Kupplungsumfeld, wobei die Kupplungsbetätigung ein wesentlicher Teil dieses Umfeldes darstellt. Sie hat die Aufgabe, den Druck des Kupplungspedals mechanisch (per Seilzug) oder hydraulisch (per Geber-/Nehmerzylinder) an die Ausrückgabel bzw. den Ausrücker weiterzugeben. Ist das Kupplungsseil gedehnt bzw. gelängt – nach längerer Einsatzzeit keine Seltenheit -, so ist der Ausrückweg zu kurz und die Kupplung trennt nicht. Das gleiche Problem taucht auf, wenn die Abstützung des Seils lose oder gebrochen ist. “Eine rupfende und/oder schwergängige Kupplung hat oft ihre Ursache in einem durchgeriebenen Teflonmantel des Seils. In all diesen Fällen ist die Erneuerung des Kupplungsseils unumgänglich”, informiert das Unternehmen. Wenn bei Fahrzeugen mit hydraulischer Betätigung die Kupplung nicht trennt oder rupft, sei zumeist das System undicht, der Hydraulikschlauch zu weich oder gequollen oder der Kolben im Geber-/Nehmerzylinder schwergängig bzw. sogar unbeweglich. Wer diese Komponenten zusammen mit der Kupplung erneuert, gehe deshalb auf Nummer Sicher. ”Grundsätzlich bei jedem Kupplungswechsel sollte das Pilotlager getauscht werden. Denn ist es beschädigt oder ausgeschlagen, führt das zum Verkanten der Getriebewelle, was wiederum den Totalschaden der gerade erneuerten Kupplung zur Folge haben kann”, lautet eine weitere Empfehlung von ZF Trading. Die sorgfältige Prüfung der Zusatzkomponenten beim Dämpfer- und Kupplungstausch hat nach Meinung der Schweinfurter zufolge aber noch einen weiteren Aspekt, der sowohl den Kunden als auch die Werkstatt betrifft: Der Kunde werde enttäuscht reagieren, sollte nach dem Tausch einer Hauptkomponente ein erneuter Werkstattbesuch erforderlich sein, um “vergessene” Zusatzkomponenten zu wechseln. Ärger und zusätzliche Kosten sind die Folge. Die Werkstatt wiederum könne ihre Kompetenz unter Beweis stellen, wenn sie ihre Kunden schon vor der Reparatur über die Funktion und den sinnvollen Ersatz der Zusatzkomponenten aufkläre. Zumal ZF Trading entsprechende Dämpferlager und Service-Kits (Druckanschläge und Schutzrohre) bereithält, die beim Tausch der Hauptkomponenten den Arbeitsaufwand nur geringfügig erhöhen sollen. Das Gleiche gilt für Kupplungsseile, Geber-/Nehmerzylinder und Pilotlager. In der Urlaubsaktion des Verkaufsförderungsprogramms “Sachs Coaching” weist ZF Trading daher auf die Bedeutung der Zusatzkomponenten hin. Autofahrer werden zum Sicherheitscheck aufgerufen, bevor sie sich auf die große Urlaubsfahrt mit der Familie begeben – damit können die Werkstätten ihre Kompetenz unterstreichen, und mehr Kundenzufriedenheit und -bindung schaffen. Interessenten für das Sachs Coaching senden ein E-Mail an coaching@sachshandel.de oder schicken ein Fax an die Nummer 09721/98-5055.

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